Rundes Jubiläum

Astra-Vorläufer Kadett C feiert fünf Jahrzehnte

50 Jahre alt: der Kadett C von Opel.
© Opel

Die dritte Generation des Kompaktwagens von Opel fand zwischen 1973 und 1979 regen Zuspruch.

Wien – Der Anlass ist ein anderer: Opel hat Anfang des Monats in München auf der IAA Mobility den vollelektrischen Kompakt-Kombi Astra Sports Tourer mit 156 PS starkem E-Motor und 54-kWh-Lithium-Ionen-Akku präsentiert. Gleichzeitig erinnern die Rüsselsheimer an einen der vielen Vorgänger des Elektroautos, passenderweise an den Kadett C. Dessen Marktstart erfolgte im Spätsommer 1973. Konventionell mit Benzinaggregaten versehen, überzeugte der Kompaktwagen mit seiner Karosserievielfalt, bestehend grundsätzlich aus Limousine, Coupé und Caravan (Kombi). Im Gegensatz zu seinem ein Jahr später auf den Markt kommenden Hauptrivalen war der Kadett C mit einem Hinterradantrieb versehen. Vorne gab es eine neue Doppelquerlenker-Vorderachse, einen markant-flachen Kühlergrill und eine Motorhaube mit einer Bügelfalte.

Als Einstiegsmotor diente ein 1,0-Liter-Benziner mit 40 PS, dazu kamen zwei 1,2-Liter-Ottomotoren mit 52 und 60 PS. Zwei Jahre nach seinem Marktstart stellte Opel den GT/E mit 105 PS vor. Das Höchsttempo des 900 Kilogramm leichten Modells lag bei 184 km/h. Die davon abgeleitete Sportversion (225 PS) diente in der Folge Rallyefahrern wie Walter Röhrl und Rauno Aaltonen als mobil-agile Grundlage.

Ein weiteres Highlight des Kadett C stellte der Aero dar, ein Cabriolet, das vom „Stuttgarter Karosseriespezialisten Baur“ gefertigt wurde. Dieses Modell, bestückt mit breitem Überrollbügel, Faltverdeck und Targadach, bereicherte zwischen 1976 und 1978 das Angebot.

Stolz sind die Rüsselsheimer unter anderem darauf, dass der Kadett C ab Marktstart serienmäßig mit einem Dreipunktgurt (zwei Anbindungspunkte an der B-Säule, ein weiterer Anbindungspunkt am Gurtschluss) auf den Vordersitzen versehen ist. (hösch)

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