Reuttener Ländesee trocknet aus: „Das große Sterben nach Bibers Gusto“
Ein Vilser kritisiert, dass alles dem Biber untergeordnet werde. Auch der Trockenfall eines Sees sei egal.
Vils – Im Haus von Karl Mages in der Vilser Lände stinkt es dieser Tage. Der üble Geruch des nahen Sees wird zu seinem Anwesen getragen. Besser gesagt die Ausdünstungen des Morasts und des Mooses nach dem Trockenfall des Gewässers weht es zu ihm. Dabei hat der Großgrundbesitzer kein ausgeprägt feines Näschen. Und der Gestank gehe vorüber, beschwert er sich nicht.
Aber der Wasserzufluss ist versiegt, der Ländesee trockengefallen. Wasser gibt es dort aber in Hülle und Fülle, weiß Mages. Nicht zuletzt rinnt auch die Vils daran vorbei. Der Grund für die Trockenheit sei vielfältig. Ein Zuflussrohr liege derzeit frei, ein Damm sei verschwunden, das Schilf wachse enorm und ziehe Wasser. Und Biber würden das Wassermanagement extrem manipulieren.
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