64 Arten ausgestorben

Das letzte Pflänzchen am Wegesrand: 600 Arten sind in Tirol gefährdet

Konrad Pagitz leitete die Arbeiten, die zehn Jahre in Anspruch nahmen.
© Falk

Laut einer neuen Roten Liste sind in Tirol mehr als 20 Prozent der rund 3000 heimischen Pflanzenarten gefährdet, 64 bereits ausgestorben. Konrad Pagitz leitete die Forschergruppe.

Wie gefährdet sind heimische Pflanzenarten?

Konrad Pagitz: Gerade in Tallagen sind heute viele Pflanzen nicht mehr zu finden, die es noch vor 25 Jahren, als die letzte Rote Liste erstellt wurde, gab. Ein Beispiel für eine fast ausgestorbene Art ist der Steppenbergfenchel, den wir hier im Botanischen Garten nachkultivieren. Im Freiland wurden in den vergangenen vier Jahren in Tirol nur vier Pflänzchen gefunden – in diesem Jahr überhaupt nur eine, und die wächst noch dazu am Rand eines beliebten Wanderwegs.