Warnstufe „Orange“: Kaltfront sorgt für Starkregen in Osttirol und massig Schnee
Die GeoSphere Austria rechnet auf Basis aktueller Niederschlagsprognosen am Montagnachmittag mit kräftigen Niederschlägen im südlichen Osttirol. Aufgrund der Mengen kann es zu lokalen Vermurungen, Hangrutschungen und Überschwemmungen kommen. Es gilt die Warnstufe „Orange".
Innsbruck, Lienz – Noch dominiert im Alpenraum mildes Föhnwetter. Doch im Laufe des Nachmittags rechnen Meteorologen der GeoSphere Austria mit kräftigen Regenfällen im südlichen Osttirol, vor allem im Pustertal, Gailtal und im Raum Lienz. Der Wetterdienst hat aufgrund der ergiebigen Niederschlagsmengen für die betroffenen Gebiete die Warnstufe „Orange" ausgegeben.
Erwartet werden Niederschlagsmengen von bis zu 80 Liter pro Quadratmeter, laut Susanne Lentner, Meteorologin bei GeoSphere Austria, sind aber auch bis zu 100 nicht ausgeschlossen. Aufgrund dieser Mengen kann es zu lokalen Vermurungen, Hangrutschungen und Übeschwemmungen kommen.
„Zeitlich kann man den Beginn des gewittrigen Niederschlags nicht eingrenzen. Aber voraussichtlich wird es in den nächsten zwei Stunden im südlichen Raum anfangen zu regnen", so Lentner im Gespräch mit der TT.
Die Kaltfront wird von Osttirol weiter in Richtung Norden ziehen, sodass es in den späteren Abendstunden schließlich in ganz Tirol zu Niederschlägen kommen wird. Diese können laut der Expertin auch entlang des Alpenhauptkamms, vom Brenner bis nach Innsbruck, recht kräftig ausfallen.
„Der Schwerpunkt des Regens ist um Mitternacht und wird erst am Dienstag im Laufe des Nachmittags abklingen", so Lentner.
Das Land Tirol rief die Bevölkerung via Aussendung am Montag dazu auf, unnötige Fahrten und Spaziergänge zu vermeiden, sowie Fenster, Türen und Dachluken zu verschließen.
Warnstufe „Orange" – Mögliche Auswirkungen
- Regionale Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr
- Gefahr von Muren und Hangrutschungen
- Überflutungen von Gebäuden sowie Grün- und Ackerflächen
- Überschwemmungen im Bereich von kleinen und mittleren Fließgewässern
Schneefallgrenze sinkt
Ein weiterer Effekt, den die Kaltfront mit sich bringen wird, ist Schnee. Laut Angaben der Expertin wird die Schneefallgrenze vom Hochgebirge bis auf 2000 Meter sinken und am Dienstag auf 1600 bis 1500 Meter.
„Auf Passhöhe des Arlbergs kann man also Schnee erwarten. Wenn die Regenmengen so auftreten, wie prognostiziert, kann es auch recht kräftig schneien, vor allem im hinteren Ötztal und im Zillertal." (tt.com)
Handlungsempfehlungen
- Fahrgeschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen und mit Aquaplaning rechnen
- Zeitverluste bzw. Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr einplanen
- Fenster, Türen und Dachluken schließen
- Anweisungen der zuständigen Behörden beachten
- Abstand von Wildbächen, Fließgewässern und überfluteten Flächen halten
- Überflutete Unterführungen und Gräben meiden
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