Wetterwarnung für Teile Tirols: Auf Föhn folgt heftiger Regen und Schnee
Das Land Tirol rechnet auf Basis aktueller Prognosen der GeoSphere am Donnerstagnachmittag mit kräftigen Niederschlägen. Aufgrund der Niederschlagsmengen kann es zu lokalen Rutschungen, Muren und Überflutungen kommen. Es gilt erneut die Warnstufe „Orange".
Innsbruck – Am meisten von den ergiebigen Niederschlägen betroffen sind laut derzeitigen Prognosen der GeoSphere der Stubaier Hauptkamm, die Brennerregion mit dem oberen Wipptal, der Zillertaler Hauptkamm sowie Osttirol. Durch die starken Niederschläge besteht eine erhöhte Gefahr für Rutschungen, Muren und Überflutungen. Die Warnkarte der GeoSphere Austria finden Sie HIER.
In den klassischen Südstaulagen, also in der Brennerregion und dem südlichen Osttirol sind Mengen von 60 bis 90 Liter pro Quadratmeter zu erwarten. Lokal ist mit noch höhrern Niederschlagsmengen zu rechnen. „Am Tiroler Alpenhauptkamm und in Unterkärnten gab es örtlich sogar doppelt so viel Regen wie üblich“, analysiert Nikolas Zimmermann, Experte der Österreichischen Unwetterzentrale.
Mögliche Auswirkungen der starken Niederschläge
- lokalen Rutschungen
- Muren
- Überflutungen
Für die hauptbetroffenen Gebiete wurde deshalb die Warnstufe „orange“ angegeben. Südlich des Inns gilt nach derzeitigem Kenntnisstand für viele Bereiche am Donnerstag und Freitag die Warnstufe „gelb“ – Stufe zwei von vier.
Handlungsempfehlungen
- Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit den Straßenverhältnissen an, rechnen Sie mit Aquaplaning!
- Planen Sie Zeitverluste und Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr ein!
- Schließen Sie Fenster, Türen und Dachluken!
- Beachten Sie die Anweisungen der zuständigen Behörden!
- Halten Sie Abstand von Wildbächen, Fließgewässern und überfluteten Flächen!
- Meiden Sie überflutete Unterführungen und Gräben!
- Vermeiden Sie unnötige Fahrten oder Spaziergänge
- Beobachten Sie die Wasserstände online
Schneefallgrenze sinkt
Die Schneefallgrenze liegt anfangs bei 1700 bis 2200m, sinkt aber über die Nacht auf Freitag von Norden her auf 1000m, bei stärkerer Niederschlagsintensität lokal auch 800 Meter ab. Am Freitag fällt anfangs Regen und auf den Bergen Schnee, tagsüber macht sich im Westen dann eine Wetterbesserung bemerkbar.
„Die Gefahr von Überflutungen und Vermurungen bleibt am Alpenhauptkamm und im Süden erhöht“, so der Meteorologe. Auf den Bergen schneit es hingegen kräftig, im Hochgebirge kommt am Alpenhauptkamm bis zu einem halben Meter Neuschnee zusammen, aber auch in manchen Hochtälern sind am Freitagmorgen ein paar Zentimeter Schnee in Sicht.