Hussl startet in EM: Das Glück soll mit den Mutigen sein
Tirols 49er-Vorschoter David Hussl möchte bei der Segel-EM vor Vilamoura im Spitzenfeld mitmischen.
Innsbruck, Vilamoura – Der Blick reicht längst bis Paris 2024. Genauer gesagt nach Marseille, wo in achteinhalb Monaten die olympischen Segelbewerbe beginnen. Und doch ist die heute beginnende Segel-Europameisterschaft vor Vilamoura (POR) mehr als nur eine Standortbestimmung für Tirols 49er-Vorschoter David Hussl, der gemeinsam mit Steuermann Benjamin Bildstein die Rückkehr in die absolute Weltklasse anstrebt. Dafür spielen die beiden die Risiko-Karte aus und entschieden sich bereits nach ein paar Trainingstagen an der Algarve für einen neuen Mast. „Wir haben gemerkt, dass wir mit dem bisherigen Material gegen die absolute Weltspitze nicht ankommen“, berichtet Bildstein und spricht von einem mutigen Entschluss. Mutig, aber alternativlos, zumindest wenn man in vorolympischen Sphären denkt.
Nach Platz zwölf bei der WM, wo man in der letzten Wettfahrt den Olympia-Quotenplatz geholt hatte, ging das Duo in die Analyse – und warf im methaphorischen Sinn Ballast ab. Bildstein: „Wir haben den Rotstift angesetzt, unwichtige Dinge gestrichen und uns auf Schlüsselelemente fokussiert.“ Hussl präzisiert: „Speed, Starts, Decision Making und gegenseitige Unterstützung am Boot lagen jüngst und liegen aktuell im Fokus.“ Als zweite 49er-Paarung stechen Keanu Prettner/Jakob Flachberger in See. Parallel zu den 49ern wird im Nacra17 um EM-Edelmetall gesegelt – darüber hinaus wartet auf die beste noch nicht qualifizierte Nation ein Quotenplatz für Paris 2024. (m.i.)