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ÖFB-Team in Estland um Mini-Chance auf EM-Quali-Endrang eins

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft kämpft am Donnerstag (18.00 Uhr MEZ/live Servus TV) gegen Estland um die kleine Chance, ihre EM-Qualifikationsgruppe auf Platz eins abzuschließen. Dafür ist zum einen ein Sieg in Tallinn nötig, zum anderen dürfte der einen Zähler vor dem ÖFB-Team liegende Spitzenreiter Belgien am kommenden Sonntag daheim gegen Aserbaidschan nicht gewinnen. Sollten beide Teams am Ende punktegleich sein, würde das direkte Duell für Belgien sprechen.

Die Partie in Brüssel hatte 1:1 geendet, in Wien gewann der WM-Dritte von 2018 mit 3:2. Selbst wenn die letzte EM-Quali-Partie der fix qualifizierten Österreicher keine Auswirkungen auf die Tabelle in Pool F haben sollte, ist sie doch für die Auslosung der EURO-2024-Gruppen von Bedeutung. Bei einem Sieg dürfte sich das ÖFB-Team berechtigte Hoffnungen machen, am 2. Dezember in Hamburg aus Topf zwei gezogen zu werden. Bei einem Punkteverlust bliebe wohl nur Topf drei.

Die EM-Qualifikation wurde erstmals für die Endrunde 1968 in einer Gruppenphase ausgetragen, seither landete Österreich nur einmal - für das Turnier 2016 - auf Platz eins. Drei Mal (1972, 1980, 2021) schaute Platz zwei heraus, was lediglich für die paneuropäische EM vor dreieinhalb Jahren für einen Startplatz reichte.

Mit Estland wartet ein Gegner, der in seinen bisherigen sechs EM-Quali-Partien nur einen Punkt (beim 1:1 in Aserbaidschan) holte. In der FIFA-Weltrangliste liegt Österreich als 25. gleich 93 Positionen vor den Balten. Die seit 2021 vom Schweizer Thomas Häberli betreute Auswahl hat in diesem Jahr von zehn Länderspielen nur eines gewonnen, ein Testspiel im Jänner in Finnland brachte einen 1:0-Sieg.

Gegen Österreich fehlen den Esten sechs verletzte und ein gesperrter Spieler. Teuerster Kicker im aktuellen Kader ist der auf 1,5 Millionen Euro taxierte Karl Hein. Der 21-jährige Goalie steht bei Arsenal unter Vertrag, absolvierte bisher aber noch keinen Premier-League- oder Champions-League-Einsatz.

Dennoch sollten die ÖFB-Internationalen gewarnt sein. Im vergangenen März in Linz stand es bis zur 88. Minute 1:1, ehe ein abgefälschter Schuss von Michael Gregoritsch die Erlösung brachte. Davor gab es zwei Kräftemessen zwischen Österreich und Estland, die im Rahmen der Qualifikation für die WM 1998 mit einem Heim-2:0 und einem Auswärts-3:0 für Rot-Weiß-Rot endeten.

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