Gefährlicher Online-Hype

Extreme Schärfe: AGES warnt vor „Hot Chip Challenge“

Wie auch schon im Nachbarland Deutschland warnt nun auch die AGES vor der „Hot Chip Challenge“.

Wien – Der auch in Tirol angekommene gefährliche TikTok-Trend der „Hot Chip Challenge“, bei der die Mutprobe darin besteht, einen besonders scharfen Chip zu essen, sorgte in vielen Länder nicht nur für Rettungseinsätze, sondern nun auch dafür, dass die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf den Plan tritt.

Wie die AGES in einer Aussendung mitteilt, wird vor dem Produkt „Hot Chip Challenge“ des tschechischen Herstellers Hot-Chip s.r.o. gewarnt. Das Produkt ist im Online-Handel und teilweise auch im Einzelhandel in Österreich erhältlich. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass entsprechende Produkte noch in österreichischen Haushalten vorrätig sind, wird vor dem Verzehr dringend gewarnt, so die AGES.

Hoher Schärfegrad kann zu Verletzungen führen

„Wie über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) gemeldet wurde, wurden im Produkt teilweise extrem hohe Capasaicin-Gehalte gemessen“, so die Agentur in einer Aussendung. Capsaicin ist dabei ein Inhaltsstoff von Chilis und anderen Paprika-Arten, der für den scharfen, brennenden Geschmack verantwortlich ist. Werden derart scharfe Chips, die einen hohen Capasaicin Anteil besitzen, gegessen, kann es zu Schleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufbeschwerden kommen.

In Deutschland mussten bereits mehrere Jugendliche nach dem Verzehr dieser Produkte im Krankenhaus behandelt werden. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnte bereits im September vor dem scharfen Knabbergebäck. Anfang November rief das Land mehrere Chargen der extrem scharfen Chips zurück. (TT.com)

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