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TV-Serie "School of Champions" startet im Jänner im ORF

Dreharbeiten für neue ORF-Serie im Schnee
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Was bietet sich in Österreich besser als Thema für eine spannende TV-Serie an als der Skisport? Der ORF will ab 22. Jänner beweisen, dass dies eine rhetorische Frage ist. Dann startet "School of Champions", ein mehrteiliges "Jugenddrama in einem speziellen Setting", betont Dominik Hartl, der neben Johanna Moder Regie führte. Als Schauplatz dient eine Skischule, "wo junge Menschen sich erhoffen, Profisportler zu werden", so Jakob Seeböck, einer der Hauptdarsteller.

Seeböck spielt in der Produktion von ORF, BR und SFR den Leiter der Schule und den Vater eines Anwärters. "Mark hat als aktiver Sportler ein paar Weltcuprennen und eine Bronzemedaille bei Olympia gewonnen, aber Rekordsaison kann er keine aufweisen, er war kein Marcel Hirscher", umschrieb Seeböck am Mittwoch anlässlich der Serienpräsentation seine Rolle. Die Skischule steckt in finanziellen Nöten, es gab einen tragischen Todesfall, der Chef der lokalen Seilbahn und Miteigentümer der Schule setzt Mark zu. "Gregor Seeberg spielt den sehr gut, der Seilbahnchef ist ein Arsch, wenn man das so sagen darf", lachte Seeböck.

Die Jugendlichen müssen nicht nur mit Leistungsdruck umgehen, sondern sind zwischen rasanten Renn- und sonstige Sportszenen mit persönlichen Problemen konfrontiert. Die ehrgeizige Dani etwa hat geschummelt, um an die Schule zu kommen, und wird ertappt. Sportkletterin Emilia Warenski verkörpert souverän diese ambivalente Figur, für die man gemischte Gefühle aufbringt. Einen kontroversen Charakter zu spielen, findet die 19-Jährige "cool": "Ich habe im Vorfeld mit Skifahrerinnen und Ex-Rennfahrerinnen gesprochen, um so meine Rolle besser ausarbeiten können."

Die Actionszenen, vor allem die aufwendig gefilmten Skirennen, seien eine große Herausforderung gewesen, betonte Regisseurin Johanna Moder. Sandra Landsteiner-Wagner, Leiterin der Second Unit, und ihr Team hätten diese gemeistert. "Sie wollte auch möglichst viel über die Charaktere erfahren", ergänzte Hartl. "Die Renndoubles wurden nämlich nicht nur aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit gecastet, sondern es wurde genau geschaut, ob die Art Ski zu fahren zur Attitüde des jeweiligen Charakters passt." Für das Regieduo selbst sei der große Cast eine Challenge gewesen. Für den Nachwuchs gab es von allen Seiten viel Lob: "Es war verblüffend und motivierend, wie die performt haben", meinte Seeböck.

Dem Skisport habe man sich "nicht total patriotisch" genähert, bekräftige Moder. "Es ging einerseits darum, diesen Willen und Ehrgeiz der Jugendlichen, an ein Ziel zu kommen, zu zeigen, und andererseits die Schattenseiten einfließen zu lassen. Was es bedeutet für diese jungen Menschen, in diesem Drucksystem bestehen zu müssen." Auch der Klimawandel ist in der Serie ein Thema. Die Regisseurin: "Daran kommen wir alle nicht vorbei."

"School of Champions" (auf ORF 1 und der neuen Streaming Plattform ORF ON) soll letztendlich gute Unterhaltung bieten. Die Frage, ob Skifahren noch relevant ist, beantwortet Seeböck für sich klar: "Skifahren ist ein Lebensgefühl, das ich auf keinen Fall missen will." Die Produzenten sind vom Erfolg der Serie überzeugt, schon in wenigen Tagen fällt die erste Klappe zum Dreh der zweiten Staffel. "Es war längst überfällig, dass sich die drei großen Skinationen zu einer gemeinsamen Produktion zusammenschließen", sagte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz.

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