Kultur Österreich

Monumentale ORF-Reihe erzählt Österreichs Geschichte nach

ORF-Chef Roland Weißmann freut sich auf "Österreich"
© APA

Hugo Portischs legendäre Dokuserie "Österreich I" und "Österreich II" zählt noch heute zu den Meilensteinen des heimischen Fernsehgeschehens. Mit "Österreich - Die ganze Geschichte" legt der ORF nun gleichsam einen Portisch 2.0 für das neue Jahrtausend vor. In 40 aufwendig produzierten Folgen sollen gut 1.000 Jahre rot-weiß-roter Geschichte so spannend wie informativ aufbereitet werden. Start der auf vier Jahre angelegten Reihe ist der 27. Dezember.

Die Details des monumentalen Projekts wurden am Dienstagabend präsentiert. Man beginnt im Jahr 996 und hat sich die ersturkundliche Erwähnung des Namens Ostarrichi als Ausgangspunkt genommen. So wird der Auftakt der ersten Staffel, die bis ins 18. Jahrhundert führt, am 27. Dezember um 20.15 Uhr in ORF III begangen. Weiter geht es an den beiden Folgetagen sowie am 2. und 3. Jänner - mit jeweils 45-minütigen Doppelfolgen. Neben der linearen Ausstrahlung auf ORF III gibt es auch begleitende Schwerpunkte in Hörfunk und Online. Und bereits ab 8. Dezember ist ein flankierender Podcast über alle gängigen Plattformen abrufbar.

Als Präsentationsduo fungieren Andreas Pfeifer und Mariella Gittler, wobei die Macher auf animierte Grafiken und Statistiken setzen. Aber auch mit der Reise zu zentralen Schauplätzen sowie Spielszenen will man ein buntes Kompendium rot-weiß-roter Geschichte erzählen. Nicht zuletzt werden Einzelschicksale geschildert, die Pars pro Toto für eine Epoche oder ein Thema stehen.

Die einzelnen Episoden tragen da bisweilen durchaus martialische Titel wie "Die Herrschaft des Hungers" (Folge 2), "Geiseln der Kälte" (Folge 5) oder "Am Schafott der Freiheit" (Folge 10). Während letztere sich mit den aufkeimenden Unruhen unter Maria Theresia und ihrem Sohn Joseph II. beschäftigt, rückt "Die Meisterdiebin" (Folge 4) die königliche Kammerfrau Helene Kottannerin in den Fokus, um von Geschlechterrollen der damaligen Zeit zu erzählen. Und mit "Der Patient null" (Folge 8) rückt die Pest mit Infektionsraten und Quarantänevorschriften ins Zentrum.

Begleitet wird das Projekt, das auf eine Idee von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zurückgeht, von einem wissenschaftlichen Beirat, der für die Seriosität des Formats bürgen soll. "Damit schafft der ORF als multimediales Gedächtnis und Leitmedium der Nation einen unschätzbaren bleibenden Wert im Sinne des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags", freute sich Weißmann.

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