ÖSV-Star im Interview

Riegler: „Mit 52 Olympia, wie cool wär’ das?“

50, na und? Für Claudia Riegler ist das Alter nur eine Zahl. Erfolge wie Rang zwei im Jänner beim Weltcup in Bad Gastein sprechen Bände.
© gepa

Mit 30 wurde sie ausgebootet, zwei Jahre später kämpfte sie sich in den ÖSV-Snowboard-Kader zurück, mit 41 wurde sie Weltmeisterin. Seit diesem Sommer ist Claudia Riegler 50 und angriffslustig wie eh und je.

Innsbruck – Es gibt gute Gründe, warum sich der Interviewtermin einmal um eine Viertelstunde verschieben kann. „Ich musste noch etwas für meine Nachbarin aus der Apotheke besorgen“, sagt Claudia Riegler und erzählt, dass sie seit dem Corona-Lockdown immer wieder einmal Besorgungen für die betagte Dame übernimmt. Dass sie, Riegler, nur schwer zu verstehen ist, liege hingegen am bescheidenen Handyempfang in der Fünf-Parteien-Wohnanlage am Salzburger Stadtrand. „Ich kleb’ eh schon mit dem Kopf an der Balkontüre.“ Ein paar Sekunden und einen WhatsApp-Anruf später ist der Empfang einwandfrei und Österreichs „Grande Dame“ des Snowboardsports hat inzwischen auf dem Wohnzimmersofa Platz genommen. Beste Voraussetzungen, um mit dem Interview zu beginnen ...

Ihre Karriere könnte Bücher füllen. Weltcup-Premiere 1994 mit 21 Jahren, WM-Gold mit 41 und jetzt mit 50 immer noch mittendrin statt in Sportlerpension.

Claudia Riegler: Schon eine bemerkenswerte Reise.

Wovon haben Sie als junge Athletin geträumt?

Riegler: Natürlich willst du irgendwann einmal ein Weltcuprennen gewinnen. Aber die ganz konkreten Träume sind bei mir erst sehr spät entstanden. Auch, weil ich ja mit 30 ausgemustert worden bin, lustigerweise mit der Begründung, ich sei zu alt und würde mich am absteigenden Ast befinden.

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