Bundesliga-Finale der Ringer

Heute zählt's! Inzinger Traum vom Titel dahoam

Auch auf EM-Bronzemedaillengewinner Daniel Gastl (rechts) soll im heutigen Final-Rückkampf des RSC Inzing einmal mehr Verlass sein.
© Draxl

Die Inzinger Ringer greifen heute (19.30 Uhr) im Sportzentrum Telfs gegen den AC Wals nach der zweiten Meisterschaft. Ein wahres Herzschlagfinale.

Inzing, Telfs – Wann ist denn endlich Samstag? Im neunten Türchen des Ringer-Adventkalenders steckt heute (19.30 Uhr, Sportzentrum Telfs) der elektrisierende Bundesliga-Rückkampf zwischen Titelverteidiger RSC Inzing und dem Rekordmeister AC Wals. Und man ist nach dem hochkarätigen 29:29-Remis im Hinkampf schon seit Tagen geneigt, dieses Türchen hemmungslos aufzureißen und den Inhalt zu genießen. In diesem Fall erschien das Warten alternativlos. Heute soll die Geduld aber belohnt werden.

„Dieses Finale wird alle anderen in den Schatten stellen. So viel Spannung gibt es selten“, scharrt auch Routinier Michael Wagner mit den Hufen. Die Inzinger versuchten im Vorfeld nichts anders zu machen als im vergangenen Jahr, als die Dorf-Idylle vom ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte aus dem Winterschlaf geholt wurde. Man wiederholte am Montag sogar den Saunabesuch. Nur eines soll anders sein. „Letztes Jahr haben wir in der Höhle des Löwen in Wals den Titel fixiert, heuer können wir es zu Hause schaffen – das wäre noch einmal eine Aufwertung“, träumt Wagner vom „Titel dahoam“.

Weil das Inzinger Vereinsheim dem Großereignis platztechnisch nicht gerecht werden würde, sind Tirols Parade-Ringer auf eine Ausweich-Heimstätte angewiesen. Nachdem das zum dritten Mal in Serie im Finale stehende Inzing das Finale 2022 in der Sporthalle Hötting West ausgetragen hatte, konnte man heuer das Sportzentrum Telfs organisieren – der Traum von der USI-Halle platzte. Knapp 50 Personen stellen heute ein würdiges Final-Ambiente samt attraktivem Rahmenprogramm auf die Beine. „Wir haben auch die Jungbauern rekrutiert“, lächelt Obmann Klaus Draxl, der kürzlich Geburtstag feierte, das Geschenk aber erst heute annehmen möchte: die zweite Meisterschaft in der Inzinger Vereinsgeschichte.

Volles Haus wohl garantiert

Bis zu 800 Fans sollen Platz finden. Und Inzing hätte dem Vernehmen nach keine Probleme, noch mehr Tickets an der Abendkassa (Einlass ab 17.30 Uhr) zu verkaufen. „Von allen Teilen Österreichs haben sich Zuschauer angekündigt – das wird sicher ein Herzschlagfinale und ich hoffe, dass uns das eine oder andere aufgeht“, rechnet Draxl mit einem Hexenkessel. Um die beste Aufstellungsvariante zu finden, musste sich Trainer Thomas Krug einige Male den Kopf zerbrechen. „Schlaflose Nächte hatte ich aber keine“, lächelt der Coach und könnte heute auch den lange verletzten Aker Schmid auf die Matte schicken. Fest steht nur: Heute ist endlich Samstag.

© RSC Inzing