Im Kühtai sind neue Helden gesucht: Ära nach Kammerlander beginnt
Kühtai – Mit fünf Gesamtweltcupsiegen in der Tasche blickt Thomas Kammerlander ruhigen Gewissens auf die eisige Piste im Kühtai. „Es reizt mich nicht, wieder selbst zu fahren. Dafür macht mir meine neue Aufgabe zu viel Spaß“, sagt Österreichs erfolgreichster Naturbahnrodler, der im Februar 2023 den Schlitten endgültig in die Ecke stellte.
Der 33-jährige Familienvater ist beim Weltcup-Auftakt im Kühtai (Samstag und Sonntag) erstmals als Materialentwickler und Nachwuchstrainer dabei. Und hier oben auf 2020 Metern beginnt zugleich die Suche nach dem neuen Star im österreichischen Team.
Allen voran soll der erfahrene steirische Sportler des Jahres Michael Scheikl für Einsitzer-Erfolge sorgen. Nach dem Abschied des Südtirolers Alex Gruber wird sich der 34-Jährige wohl ein Duell mit Gruber-Landsmann Patrick Pigneter liefern. Und die Tiroler Herren? „Da brauchen wir noch ein wenig Zeit. Die Top fünf sind das Ziel“, sagt Kammerlander über Florian Markt, Lukas Mark und Miguel Brugger. Wenn es um das Podest für Tirol geht, dann fällt sogleich der Name Riccarda Ruetz. „Sie entwickelt sich stetig weiter“, erwartet sich Kammerlander viel von der 19-Jährigen. (rost)