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Russische Polizei nimmt zu Silvester Tausende Migranten fest

Die russische Polizei hat in der Silvesternacht bei Razzien im ganzen Land Tausende Migranten festgenommen. Viele von ihnen sollen abgeschoben werden, berichten russische Medien. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA meldete, allein in St. Petersburg seien rund 3.000 Migranten bei Kontrollen "zur Verhinderung von Straftaten" festgenommen worden.

Mehr als 600 der Migranten hätten laut einer ungenannten Person bei der Strafverfolgungsbehörde gegen die Migrationsgesetze in Russland verstoßen. Mehr als 100 Personen drohe nun die Abschiebung.

Der russische Online-Nachrichtendienst SOTA berichtete, unter den in Moskau festgenommenen Migranten sei auch ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann aus Tadschikistan gewesen. Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden griffen betrunkene Migranten in der Stadt Chelyabinsk russische Veteranen der "speziellen Militäroperation" an. So bezeichnet Russland den Krieg gegen die Ukraine.

Viele Migranten, vor allem aus benachbarten zentralasiatischen Ländern wie Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Armenien, kommen auf der Suche nach Arbeit nach Russland. Nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin gibt es in Russland mehr als zehn Millionen Arbeitsmigranten. "Dies ist kein einfaches Problem", sagte Putin auf seiner Jahrespressekonferenz im Dezember 2023.

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