Mikro wieder in der Hand

Ex-Haderlump Vitus Amor wird Moderator bei U1

Vitus Amor (r.) mit seinem ersten Interviewgast, dem Klinikdirektor Stefan Schneeberger.
© GMedia

Volksmusiker Vitus Amor interviewt ab 9. Jänner bei Radio U1 Tiroler Persönlichkeiten.

Zell a. Z. – Vor knapp anderthalb Jahren hängte Vitus Amor das Mikro als Mitglied der Erfolgsband Zillertaler Haderlumpen an den Nagel.

Ein Energiebündel wie er ohne Bühne? Das geht nicht, waren viele seiner Fans überzeugt. Und tatsächlich: Vitus Amor hat das Mikro wieder in der Hand, allerdings nicht um zu singen, sondern um Radio-Interviews zu machen.

„Wie geht’s da?“, fragt der gefeierte Musikant ab 9. Jänner in seiner gleichnamigen Sendung auf Radio U1. Einmal monatlich wirft er mit „etwas anderen Fragen“ einen Blick hinter die Kulissen seiner Gesprächspartner. Und das werden Tiroler Persönlichkeiten sein: „Aber nicht nur Prominente, sondern auch alle anderen Personen, die Aufmerksamkeit verdienen. Wie etwa eine Wirtin aus Leidenschaft, ein überzeugter Bauer oder eine Hospizbegleiterin“, sagt Vitus Amor. Der Neo-Moderator holt sich für seine erste Folge, die auch als Podcast nachgehört werden kann, Universitätsprofessor und Klinikdirektor Stefan Schneeberger vors Mikro – ein Zillertaler wie Vitus selbst.

„Was ist, wenn du einen Fehler machst bei einer Operation?“, will Amor unter anderem vom Klinikdirektor am 9. Jänner zwischen 14 und 16 Uhr wissen. Montags darauf folgt abends eine Wiederholung ohne Werbeunterbrechung. Sein nächster Gast wird Peter Habeler sein.

Es war U1-Geschäftsführerin Tina Winkler, die Vitus Amor fragte, ob er Lust hätte, etwas bei ihr im Sender zu machen. „Volkstümliche Sendungen zu moderieren reizte mich nicht. Aber diese andere Seite, die Seite des Interviewers, hat mich immer schon interessiert“, sagt Amor, der in seinen 35 Jahren als Chef der Haderlumpen über tausend Interviews gegeben hat.

„Ich rede ja gern viel. Jetzt muss ich den Mund halten. Man lernt dazu“, sagt er lachend über seinen neuen Job. Nach wie vor ist er im eigenen Optik-, Uhren- und Schmuckgeschäft tätig und führt mit seiner Frau und seinem Sohn ein Apartmenthaus in Mayrhofen.

„Heute, knapp eineinhalb Jahren nach dem Ende der Haderlumpen, kann ich sagen, ich bin angekommen. Das erste Jahr war ich hingegen sehr unter Strom. An den Wochenenden fühlte ich mich sogar schlecht, da meine innere Uhr nicht auf Wochenende, sondern auf Auftritte gepolt war.“ (TT, ad)

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