Bloggerin erhebt Vorwürfe

Rassismusvorwürfe gegen Monika Gruber: Kabarettistin spricht von „Satire“

In einem Post auf Instagram teilte Roma Maria Mukherjee ihre Meinung zu den kritisierten Passagen in Grubers Buch "Willkommen im falschen Film"
© instagram:roma_liest/weekend

Die deutsche Kabarettistin Monika Gruber hat jegliche Rassismus-Vorwürfe im Zusammenhang mit ihrem neuen Buch zurückgewiesen und die umstrittene Passage in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen als Satire verteidigt.

Augsburg - Monika Gruber zieht in ihrem Buch "Willkommen im falschen Film" über eine mit Klarnamen genannte Nutzerin der Plattform X (vormals Twitter) her, die davor gewarnt hatte: "Rechtsextreme Frauen unterwandern aktuell aktiv auch die textile Hobbyszene (z.B. zum Thema Stricken). Bitte setzt Euch aktiv damit auseinander, wer was anbietet und wer Angebote bietet." Das sei Schwachsinn und die Bloggerin Roma Maria Mukherjee eine Tugendwächterin, heißt es im Buch. Was eine Frau dieses Namens in der textilen Hobbyszene treibe, sei ein Rätsel, Gruber habe sie "eher beim tantrischen Shakren-Turnen oder einem veganen Urschrei-Seminar verortet".

Mukherjee hatte daraufhin öffentlich gemacht, dass sie diese Passage als beleidigend, rassistisch und ehrverletzend empfinde – und viel Zuspruch enthalten. Auch die für sie völlig überraschende Verwendung ihres vollen Namens kritisierte Mukherjee, die als Praxismanagerin im Gesundheitswesen arbeitet und im Zuge der Debatte mit Hassnachrichten konfrontiert wurde.

"Keinerlei Unrechtbewusstsein"

"Ich finde, ich war noch relativ harmlos angesichts der Tatsache, dass diese Dame am liebsten alle, die Stricken ihr Hobby nennen, per se ins rechte Eck drängen möchte, daher habe ich in diesem Fall keinerlei Unrechtsbewusstsein", rechtfertigte Gruber sich im Interview mit der Augsburger Allgemeinen.

Auf die Anschuldigungen hin betonte der herausgebende Piper-Verlag, niemanden persönlich verletzen zu wollen und sich mit Gruber und Co-Autor Andreas Hock darüber auszutauschen, ob und wie die Passage im Hör-und E-Book sowie im gedruckten Buch geändert werden könne. Die 52-jährige Gruber hingegen betonte nun im Interview, die Vorwürfe entbehrten "jeder Grundlage". Einer juristischen Auseinandersetzung sehe sie gelassen entgegen. "Wer sich öffentlich zu gesellschaftlichen Themen äußert, muss sich auch gefallen lassen, dass diese Äußerungen dann satirisch behandelt werden." (APA/dpa)

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