Startverbot erteilt

Lehrer fand Flugzeugteil einer notgelandeten Boeing 737 im Garten

Während eines Flugs riss am vergangenen Freitag in den USA das Wandteil einer Boeing 737 ab. Das Flugzeug musste notlanden. Nun fand ein Lehrer das verschollene Teil in seinem Garten.

Portland (Oregon), Chicago – Das Kabinenteil einer Boeing 737 Max, das während eines Flugs in den USA abgerissen war, ist gefunden worden. Ein Lehrer in der Stadt Portland (Oregon) habe das abgestürzte Flugzeugteil in seinem Garten entdeckt, teilte Jennifer Homendy von der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) am Sonntagabend (Ortszeit) in einer Pressekonferenz mit. Die Behörde werde das Wandteil untersuchen, das an der Stelle eingebaut wird, wo herstellerseitig ein Notausgang vorgesehen war.

📽️ Video | Notlandung von Boeing 737 MAX 9

Bei drei vorangegangenen Flügen habe im Flugzeug ein Warnlicht aufgeleuchtet, teilte Homendy zum Stand der Untersuchungen mit. Die Lampe habe den Ausfall des automatischen Druckausgleichsystems angezeigt. Es habe sich um "harmlose" Vorfälle gehandelt, die gemeldet und überprüft worden seien. Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Aufleuchten der Lampe und dem Abriss des Kabinenteils gebe, sei nicht bekannt. Die Warnungen hätten aber dazu geführt, dass Alaska Airlines das Flugzeug nicht mehr für Flüge über den Ozean nach Hawaii eingesetzt habe, um im Fall eines erneuten Aufleuchtens schnell zu einem Flughafen zurückkehren zu können.

Der Zwischenfall hatte sich am Freitag auf einem Flug von Alaska Airlines ereignet – auf dem Weg von Portland im nordwestlichen Bundesstaat Oregon zum Flughafen Ontario in Kalifornien. Medienberichten zufolge löste sich kurz nach dem Start plötzlich ein Kabinenteil samt Fenster und flog davon. Es habe einen großen Knall gegeben, dann sei Luft durch das Loch hereingeströmt, sagten Passagiere der Zeitung The Oregonian. Der Sitz direkt neben dem Fenster sei unbesetzt gewesen, letztlich wurde keiner der 171 Passagiere schwer verletzt. Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete ein vorübergehendes Startverbot für mehr als 170 Maschinen des Typs Boeing 737-9 Max an. (APA, dpa)

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