Kommentar
Tabubruch in Südtirol
Volkstumspolitisch ist eine Landesregierung mit den Postfaschisten in Südtirol eine Gratwanderung, eine Fünfer-Koalition ein Wagnis. Landeshauptmann Arno Kompatscher geht in seine letzte, aber deshalb wohl schwierigste Amtszeit.
Inhaltlich steht der Koalitionspakt in Südtirol zwischen der Volkspartei (SVP), den postfaschistischen Fratelli, der rechten Lega, der Bürgerliste La Civica und den Freiheitlichen. Es ist jedoch ein Tabubruch, ein Bündnis mit Postfaschisten im Gegensatz zur bisherigen Regierung mit der Lega mehr als eine Zweckgemeinschaft. Denn im Faschismus sollte Südtirol nur noch italienisch sein, die Unterdrückung war totalitärer Alltag.