Traum vom Halbfinale geplatzt: Jetzt hofft Österreich auf Olympia-Quali-Ticket
Am Ende fehlte auch die Kraft: Österreichs überragende EURO-Reise endete am Mittwoch bei der Niederlage gegen Island. Dank Platz acht lebt die Hoffnung auf Olympia.
Köln – Österreichs Handballer haben die Chance auf eine absolute Topplatzierung bei der EM in Deutschland im letzten Hauptrundenspiel verpasst. Gegen Island unterlag eine sichtlich müde ÖHB-Auswahl am Mittwoch in Köln trotz Aufholjagd nach der Pause mit 24:26 (8:14). Die Außenseiterchance auf das Halbfinale ließ man damit ebenso liegen wie das Spiel um Platz fünf. Eine Trostpflaster gab es aber doch noch: Mykola Bilyk und Co. winkt ein Ticket für die Olympia-Qualifikation.
Nach der 32:35-Niederlage Ungarns gegen Frankreich stand fest, dass Österreich Hauptrundengruppe 1 punktegleich mit Ungarn (3./Spiel um 5) und Island (5.) auf Platz 4 beendet. Damit landet man im Abschlussranking auf dem achten Rang und stellt die bisherige Bestleistung von der Heim-EM 2020 ein. Als Draufgabe darf man sich große Hoffnungen machen, sich in der Olympia-Quali zu versuchen. Dort kämpfen zwölf Teams zwischen 14. und 17. März in drei Vierergruppen um je zwei, insgesamt also sechs Tickets für Paris. Feststehen würde das aber erst am Samstag. Bedingung ist der Triumph von Afrika-Cup-Gastgeber Ägypten, der freilich erst das Halbfinale gegen Tunesien überstehen muss.
So oder so zog Teamchef Ales Pajovic ein erstes positives Resümee. „Wir haben alles probiert und hatten in den letzten Minuten in Überzahl die Chance auf die Führung. Aber Respekt an meine Mannschaft, sie hat alles gegeben“, betonte der Slowene im ORF-Interview. Auch Kapitän Bilyk strich das Positive hervor. „Wir haben in diesem Turnier Großes geleistet“, stellte der Kiel-Legionär fest. Unabhängig von der Endplatzierung könne man diese Endrunde durchaus über die Heim-EM 2020 stellen. „So knappe Partien gegen unglaublich starke Gegner - wenn man das mit der Heim-EM vergleicht: Da konnten wir die Mannschaften, gegen die wir hier gepunktet haben, nicht ärgern.“ (APA)
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