Harry in London angekommen

König Charles an Krebs erkrankt: „Zum Glück wurde es früh erkannt“

Wie geht es dem britischen König? Diese Frage treibt gerade viele BritInnen um. Charles III. zeigte sich nun erstmals nach der Diagnose in der Öffentlichkeit (siehe Foto).
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Großbritannien ist in Sorge um seinen Monarchen. Bei König Charles III. wurde Krebs diagnostiziert. Auch Sohn Harry soll wohl nach Hause gereist sein, um seinen Vater zu besuchen. Laut Premier Sunak wurde beim Regenten der Krebs aber früh erkannt. Zahlreiche Spitzenpolitiker sendeten schon Genesungswünsche.

London – Der britische Premierminister Rishi Sunak hat dem an Krebs erkrankten König Charles III. eine schnelle Genesung gewünscht. "Glücklicherweise wurde die Krankheit frühzeitig erkannt", sagte Sunak am Dienstag der BBC. "Wir werden ihn weiter unterstützen und hoffen, dass wir so schnell wie möglich da durchkommen." Der Buckingham-Palast hatte die Krebserkrankung am Montag öffentlich gemacht. Genesungswünsche kamen unter anderem von Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Am Dienstag zeigte sich Charles erstmals seit Bekanntwerden seiner Krebsdiagnose in der Öffentlichkeit. Auf Bildern war der 75-Jährige am Dienstagnachmittag beim Verlassen seiner Residenz Clarence House in London gemeinsam mit Königin Camilla auf dem Rücksitz eines Wagens zu sehen. Beide lächelten und winkten beim Vorbeifahren. Berichten zufolge fuhren die beiden zum Buckingham-Palast und brachen von dort aus per Helikopter zu ihrem Landsitz Sandringham in der ostenglischen Grafschaft Norfolk auf.

Auf die Frage, was Charles' Diagnose für die alltägliche Regierungsarbeit bedeute, antwortete Sunak: "Ich bin in regelmäßigem Kontakt mit dem König. Und das wird natürlich normal weitergehen." Details nannte der konservative Regierungschef nicht. Charles ist britisches Staatsoberhaupt.

Prinz Harry wohl in England angekommen

Mittlerweile ist auch Charles' jüngerer Sohn Prinz Harry (39) in Großbritannien angekommen. Wie unter anderem die Sun berichtete, landete Harry am Dienstagnachmittag auf dem Flughafen London Heathrow. Der Daily Mail zufolge war er an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft British Airways. Auf Bildern waren schwarze Geländewagen mit Polizeieskorte auf dem Flughafengelände zu sehen.

Die britischen Royals sind derzeit mit mehreren schlechten Nachrichten konfrontiert. Die Ehefrau von Thronfolger Prinz William, Prinzessin Kate (42), muss nach einer Operation im Bauchraum noch längere Zeit aussetzen. Die Ex-Frau von Charles' Bruder Prinz Andrew, Sarah „Fergie“ Ferguson (64), leidet nach einer Brustkrebsdiagnose nun an Hautkrebs.

📽️ Video | Nach Krebsdiagnose bei Charles: Harry kommt

Was zur Diagnose bekannt ist

Der Palast hatte am Montagabend mitgeteilt, dass Charles (75) wegen Krebs behandelt wird. Die Erkrankung war festgestellt worden, als er wegen eines Eingriffs an der Prostata im Krankenhaus war. Das Königshaus nannte nicht, welche Form von Krebs Charles hat. Bekannt ist nur, dass es sich nicht um Prostatakrebs handelt.

Auf medizinischen Rat hin nehme der König vorerst Abstand von öffentlichen Terminen, hieß es in der Mitteilung des Buckingham-Palasts. Die Staatsgeschäfte aber soll er fortführen. Charles soll ambulant behandelt werden.

In Großbritannien war die Erkrankung Charles bei vielen Tageszeitungen auf der Titelseite.
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Charles' Regentschaft hatte mit dem Tod seiner Mutter Königin Elizabeth II. im September 2022 begonnen. Im Mai 2023 wurde Charles gekrönt. Dem Palast zufolge sieht Charles seiner Behandlung zuversichtlich entgegen und freut sich darauf, „so bald wie möglich wieder ganz zu seinen öffentlichen Pflichten zurückzukehren“.

Spitzenpolitiker senden Genesungswünsche

Nach Bekanntwerden seiner Diagnose bekam der britische Monarch viele Genesungswünsche. Bundespräsident van der Bellen sendete am Dienstagvormittag Genesungswünsche über X (ehemals Twitter). Er wünsche dem Monarchen eine schnelle Genesung und hoffe, Charles könne rasch wieder seine Arbeit aufnehmen.

„Ich wünsche seiner Majestät eine vollständige und schnelle Genesung“, teilte Premierminister Rishi Sunak in den sozialen Medien mit. „Ich habe keinen Zweifel, dass er schnell wieder zu voller Stärke zurückfinden wird, und ich weiß, dass das ganze Land ihm alles Gute wünschen wird.“

US-Präsident Joe Biden zeigte sich über die Krebsdiagnose des britischen Königs Charles III. besorgt. „Ich mache mir Sorgen um ihn“, sagte Biden am Montag am Rande eines Termins in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada nach Angaben von mitreisenden Reportern auf Nachfrage. Er habe erst kurz zuvor von der Diagnose erfahren und hoffe, bald mit Charles sprechen zu können – „so Gott will“.

Kanadas Premier sendet beste Wünsche

Ex-US-Präsident Donald Trump ließ wissen: „König Charles ist ein wunderbarer Mensch, den ich während meiner Präsidentschaft gut kennengelernt habe, und wir alle beten, dass er schnell und vollständig genesen wird!“.

Der kanadische Premier Justin Trudeau äußerte sich folgendermaßen: „Wie die Kanadier im ganzen Land und die Menschen auf der ganzen Welt denke ich an Seine Majestät. Wir senden ihm unsere besten Wünsche – und hoffen auf eine schnelle und vollständige Genesung.

Australiens Ministerpräsident Anthony Albanese erklärte: „Die Gedanken aller Australier sind bei König Charles und seiner Familie. Wir wünschen ihm von Herzen eine rasche Genesung. Ich werde eine Nachricht an den Palast senden, und wir hoffen, dass König Charles schnell genesen und so bald wie möglich in sein Amt zurückkehren kann.“

Genesungswünsche kamen auch von kirchlicher Seite. Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, geistliches Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, erklärte laut britischen Medienberichten, er „bete für den König und seine Familie“. Der Londoner Kardinal Vincent Nichols übermittelte im Namen aller Katholikinnen und Katholiken in England und Wales Genesungswünsche und sicherte „unerschütterliche Gebete für die vollständige und schnelle Genesung“ des britischen Monarchen zu, wie Kathpress berichtete. (TT.com, APA)

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