Alles zum Verkauf

Konferenztisch für 37.500 Euro: Bereits 1700 Signa-Artikel versilbert

37.500 Euro wurden für Signas Konferenztisch bezahlt.
© aurena.at

Stück für Stück wird Signa-Inventar nach der Pleite versteigert. Auch zehn Bilder österreichischer Künstler stehen nun zum Verkauf.

Innsbruck – Im Zuge der Signa-Pleite wird weiterhin versucht, alles Mögliche zu Geld zu machen. Rund 1700 Artikel aus dem Inventar der Signa-Holding hat der Insolvenzverwalter Christof Stapf über das Auktionshaus Aurena bisher versteigern lassen. Teuerster Artikel war ein Konferenztisch, für den eine Käuferin oder ein Käufer inklusive Gebühr und Mehrwertsteuer 37.500 Euro bezahlte. Ein Raumtrenner mit Steinplatte wurde für knapp 20.000 Euro ersteigert, für ein Design-Sideboard mit Minibar zahlte jemand 15.500 Euro brutto. Zuletzt kam weiteres Inventar aus der Zentrale der Signa Holding im Wiener Palais Harrach unter den Hammer.

Sieben Auktionen sind beendet, weitere sollen folgen. Alle ersteigerten Artikel müssen selbst abgebaut und abgeholt werden. Das gilt auch für den gelederten „Präsidententisch“ mit einem Durchmesser von mehr als acht Metern, an dem Platz für rund 20 Personen ist.

Wie viel das Auktionshaus bisher eingenommen hat, wurde nicht verraten. Ein von Insolvenzverwalter Stapf beauftragtes Gutachten bezifferte den Verkehrswert des Mobiliars mit 2,8 Mio. Euro.

Vergleichsweise wenig dürften dagegen die zehn Signa-Bilder heimischer Künstler in die Kassen spülen, die Stapf nun zum Verkauf stellt. Unter den Werken befindet sich etwa ein Industriedruck von Gottfried Helnwein, wobei Kratzspuren und Handabdrücke auf einen eher nachlässigen Umgang schließen lassen. Weitere Werke österreichischer Künstler wie Erwin Wurm, Thomas Stimm, Rita Nowak und des Malerpaars Ciu Ciu vervollständigen die kleine Signa-Sammlung. Kenner bewerten die Objekte allerdings eher als schicke Büroausstattung im Wert von jeweils 2000 bis 10.000 Euro. (mas, APA)