Je nach Aufenthaltsdauer

Grüne wollen hohe Abgabe für Kurzzeitgäste

NR Hermann Weratschnig, Verkehrssprecher der Grünen, und Margit Dablander, Bezirkssprecherin Reutte, im Hirschen in Reutte. Sie wollen eine Staffelung der Kurtaxe nach Aufenthaltsdauer.
© Mittermayr

Die Verkehrsströme an der B 179 sollen entzerrt werden. Geht es nach den Grünen dann mit einer erhöhten Aufenthaltsabgabe für Ein- und Zweinächtler.

Reutte – Das vom Land eilig präsentierte Fernpasspaket hat die Gegner der Straßenbauprojekte aufgeschreckt. Die Grünen machen nun Vorschläge, wie Verkehrsströme entzerrt werden könnten. Im Hotel Goldener Hirsch in Reutte präsentierten Verkehrssprecher NR Hermann Weratschnig und die Reuttener Bezirkssprecherin Margit Dablander einen Fünfpunktekatalog, wie dies erreicht werden könnte.

„Die vom Land präsentierten Lösungen sind immer nur technischer Natur“, sagt Weratschnig. Man müsse auch völlig andere Gedankengänge finden. Die immer größere Zahl der Kurzzeitgäste würde immens zu den Verkehrssteigerungen beitragen. Sie müsse man zur Kasse bitten. Über die Kurtaxe. Und zwar kräftig.

Derzeit liegt die Aufenthaltsabgabe pro Tag in Tirol zwischen zwei und fünf Euro. Der grüne Verkehrssprecher kann sich vorstellen, die geltende gesetzliche Obergrenze aufzuheben und auf das Zwei- bis Dreifache zu erhöhen – für Gäste, die nur ein bis drei Tage bleiben würden. Dies könnte eine Kurtaxe von bis zu 15 Euro pro Nächtigung bedeuten. „Es muss gespürt werden.“ Die Einnahmen sollen dann zweckgebunden für öffentliche Verkehre zur Verfügung gestellt werden.

Dablander und Weratschnig sind der Meinung, dass Urlauberanreisen mit dieser Staffelung der Aufenthaltsabgabe entzerrt werden können. Es gebe den Anreiz, länger zu bleiben.

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