Absage an Beistandspflicht

Weißes Haus nennt Trump-Sager zu Russland und NATO verstörend

Ex-Präsident Donald Trump wird im Herbst aller Voraussicht nach Amtsinhaber Joe Biden herausfordern.
© JULIA NIKHINSON

Trump ließ mit der Bemerkung aufhorchen, NATO-Verbündete nicht vor einer möglichen Invasion Russlands schützen zu wollen.

Washington – Der Sprecher des Weißen Hauses in Washington, Andrew Bates, hat am Samstagabend (Ortszeit) Äußerungen des ehemaligen, wiederkandidierenden US-Präsidenten Donald Trump, NATO-Verbündete nicht vor einer möglichen Invasion Russlands schützen zu wollen, auf das Schärfste kritisiert.

"Invasionen unserer engsten Verbündeten durch mörderische Regime zu ermutigen, ist entsetzlich und verstörend – und es gefährdet die nationale Sicherheit der USA, die globale Sicherheit und die Stabilität unserer heimischen Wirtschaft", so Bates.

Zu der Äußerung Trumps war es zuvor im Rahmen einer politischen Kundgebung in South-Carolina gekommen. Dort hatte der Ex-Präsident offenbar von einem zurückliegenden Treffen mit führenden Vertretern der NATO erzählt und berichtet, wie er damals gegen Länder ausgeholt habe, die seiner Meinung nach ihre Beiträge nicht zahlten und wie er ihnen gedroht habe, sie den möglichen Invasoren ganz auszuliefern. (APA/Reuters)

Trump kündigte Massenabschiebungen im Fall seiner Wiederwahl an

Donald Trump hat das Scheitern eines Gesetzesentwurfs zur Migration im Senat begrüßt und für den Fall seiner Wiederwahl massive Abschiebungen angekündigt. "Vom ersten Tag an werde ich die gesamte Politik der offenen Grenzen der Biden-Regierung beenden und wir werden die größte nationale Abschiebeaktion in der Geschichte der Vereinigten Staaten starten", erklärte er.

Am Mittwoch war ein Gesetzespaket im Wert von 118 Milliarden Dollar (rund 110 Milliarden Euro) am Widerstand der Republikaner im US-Senat gescheitert. Das sogenannte Nationale Sicherheitszusatzgesetz hätte unter anderem auch 60 Milliarden Dollar zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg, 14,1 Milliarden Dollar für Israel sowie 20,2 Milliarden Dollar für die Grenzsicherung.

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