Geburtenrate sinkt

Mama, Papa und das süße Fellbaby: Sind Hunde und Katzen die neuen Kinder?

Wie ein Baby: Damit Mops und Co. beim Shoppen dabei sein können, werden sie im Tier-Buggy herumkutschiert.

In Italien ersetzen Haustiere immer öfter Kinder. Auch hierzulande sinkt die Geburtenrate. Und im Netz werden Hund und Katz zum Teil vermenschlicht. Ein Gesellschaftsphänomen.

Vor etwa 40 Jahren war es im wunderschönen italienischen Badeort Jesolo als Hundebesitzer kaum möglich ein Hotelzimmer zu bekommen. Nicht nur aus touristischer Sicht hatten die Vierbeiner ein eher schlechtes Image. „Cane“ war dazumal viel eher die Bezeichnung für zerzauste Streuner, die sich mit verlaustem Fell in den engen Gassen herumtrieben.

Heute rühmt sich Italien damit, eines der hundefreundlichsten Länder zu sein. Es gibt eigene Strände für die Viecherl, in vielen Hotels sind Tiere willkommen und an der langen Tafel, an der einst die ganze „famiglia“ mit all ihren „bambini“ speiste, spielt sich das Leben viel eher unter dem Tisch ab – nämlich dort, wo sich der Bracco Italiano mit dem Zwergspitz anfreundet.