Fastenmonat Ramadan
Der Fastenmonat Ramadan ist für weltweit 1,9 Milliarden Muslime besonders heilig und mit einem 30 Tage währenden Fasten und der besonderen Hingabe an Allah verbunden. Heuer beginnt der Ramadan (Ramezan) am Abend des 10. März (Sonntag). Er endet am Abend des 8. April (Montag), das Fest des Fastenbrechens folgt dann am Dienstag (9. April).
Neben dem täglichen Fasten wird diese Zeit durch zwei besondere religiöse Feste geprägt: In der Nacht der Bestimmung (Lailat al-Qadr) wird an die Offenbarung der ersten Sure des Koran erinnert und das Fest des Fastenbrechens (Id al-Fitr/Eide Fetr), auch Zuckerfest genannt, beendet die Fastenzeit.
Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Der Beginn wird durch das Sichten der Mondsichel bestimmt. Da sich die islamische Zeitrechnung allein nach dem Mond richtet, sind die Jahre um 10 bis 11 Tage kürzer als im Sonnenjahr. Mit dem Beginn, der sich daher jedes Jahr um wenige Tage verschiebt, verzichten die Menschen tagsüber (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) auf leibliche Genüsse wie Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr.
Damit sollen Körper und Seele gereinigt werden. Neben Alten und Kranken sind auch schwangere und stillende Frauen vom Fastengebot ausgenommen. Ebenso vom Fastenmonat befreit sind Kinder vor der Pubertät; allerdings ist das Fasten "entscheidungsfähiger" Kinder zulässig. Versäumte Fasttage können durch Almosen aufgewogen werden.
Meist treffen sich die Gläubigen nach Sonnenuntergang zum Iftar, dem Fastenbrechen, und zum nächtlichen Gebet in der Moschee. Familie und Freunde sitzen bis spät in der Nacht zusammen.
Israel will Muslimen trotz des akuten Gaza-Krieges während des Ramadan Zugang zur Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem gewähren. "Unter Berücksichtigung der Sicherheitsbedingungen werden wir alles tun, um die freie Religionsausübung auf dem Tempelberg zu gewährleisten und den Muslimen zu erlauben, (Ramadan) zu feiern", erklärte Regierungschef Benjamin Netanyahu. Trotz immer wieder geforderten oder mitunter stattfindenden Verhandlungen über eine Waffenruhe treibt Netanyahu aber die Bodenoffensive der israelischen Armee in Gaza weiter voran.
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