Die Bedeutung des Osterfests

Bischof Glettler im Interview: „Ostern schmeckt nach Zukunft“

2024 ist nicht nur das Jahr des Diözesanjubiläums, sondern auch das „Jahr des Gebetes“ – deshalb lud Bischof Hermann Glettler zum Interviewtermin in das Kloster der Ewigen Anbetung ein. Zum Foto ging es in den wunderschönen Klostergarten.
© TT/Rita Falk

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler über Ostern, das 60-jährige Bestehen der Diözese, christliche Werte in der Politik und die Diskussion über Abtreibung.

Wir sind in der Karwoche. Was bedeutet Ostern für Sie?

Glettler: Ostern ist für mich ein starkes Angebot an Zuversicht – trotz allem! Es geht darum, die vielfältige Dynamik des Bösen zu unterbrechen. Wichtig ist, dass wir uns auf die Botschaft des Festes einlassen. Die ausgebreiteten Arme des Gekreuzigten sind ein heilsames Bild. Versöhnung ist möglich. Es gibt einen verlässlichen Trost und die Gewissheit, auch im ärgsten Elend nicht allein zu sein. Ostern schmeckt nach Zukunft.

Gerade zu Ostern gehen viele Menschen wieder einmal in die Kirche. Haben Sie die Sorge, dass man den Glauben künftig nur noch aus der Schublade holt?