Kommentar

Gedenkkultur im Heer sollte zeitgemäß sein

Das Sujet für den jährlichen Traditionstag des Jägerbataillons 24 in der Lienzer Haspinger-Kaserne wirft Fragen auf. Doch reflexhaftig stoßen sich die Obersten im Bundesheer daran. Kritisches Hinterfragen von außen passt nämlich nach wie vor nicht in ihre Befehlskette von innen. Obwohl das (heroisierende) Bild eines k.u.k. Bergführers aus dem 1. Weltkrieg verschiedene Assoziationen auslöst. Jedenfalls symbolisiert es Krieg. Und im Fall der Dolomitenfront mit der Tragödie am Col di Lana das Grauen und sinnlose Sterben vieler Soldaten.