Kommentar
Der Spion, der Wahlkampf, die Munition
Ein Spionageskandal erschüttert die Republik. Innenminister Karner gibt seit Tagen wortreich keine Antwort und zeigt auf die FPÖ. Die Blauen spielen derweil den Freundschaftsvertrag mit Putins Partei herunter. Ein Sittenbild.
Was derzeit ÖVP und FPÖ abliefern, ist peinlich. Sie wissen, dass der Spionagefall auf sie abfärben könnte. Im Wahljahr kann man vieles brauchen, aber nicht einen Skandal mit solchen Zutaten. Also wollen beiden Parteien alles tun, sich ducken, drehen und wenden, damit der Ex-Staatsschützer im Bundesamt für Verfassungsschutz nicht in die Nähe der jeweiligen Partei gerückt werden kann.