Tiroler Festspiele

TI-Damen servierten Linz ab, Hypo holte sich Matchbälle

Die TI-Volleyballerinnen jubelten in der USI-Halle, aber leicht verhalten. Es war erst der Beginn der Finalserie.
© GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

Was für ein Start und was für eine Fortsetzung! Beim Volleyball-Doppelpack in Innsbruck feierten sowohl TI-Damen als auch Hypo-Herren Siege in den AVL-Finalserien gegen Linz bzw. Hartberg. Für die Frauen geht es nun am Sonntag ins zweite Spiel, die Männer könnten indes bereits am Samstag auswärts den Titel fixieren.

Innsbruck – Schon mit dem ersten Punkt stellte das Hypo Tirol Volleyballteam am Mittwochabend klar, wer der aktuelle Meister ist – und wenn es so weiter läuft, auch wieder sein wird: Mit einem Angriff durch die Mitte und dem späteren 3:1-Sieg fertigte man Hartberg erneut ab und stellte in der „best of seven“-Serie auf 3:0.

Hypo agierte zunächst dominant wie gewohnt und gewann Satz eins mit 25:19 in knapp 25 Minuten. Wohl zu souverän, denn die Hartberger drehten plötzlich auf, ebenso wie ihre drei lautstarken Trommler samt Sirene und blau-weißer Fahne unter den sieben auszumachenden Fans zwischen den rund 900 Zuschauern in der USI-Halle – aber auch, weil man es zuließ.

Mit der Brechstange

Mit druckvollem Service und starken Blocks forderten die Steirer die in der Annahme nachlassenden Hypo-Herren überraschend mehr als ihnen lieb war und stellten durch ein 25:16 auf 1:1. Hypo-Angreifer Luan Weber servierte etwa noch härter und dennoch dauerte es in Satz drei schließlich bis zum Stand von 13:12, ehe die Tiroler wieder in Führung gingen.

„Geht schon, gemma!“, sah sich selbst Hypo-Manager Hannes Kronthaler veranlasst, aufzurütteln und es gelang, Satz drei, trotz sich tapfer wehrender Hartberger, mit 25:23 einzuheimsen und 2:1 in Führung zu gehen. Durchgang vier verlief ähnlich. Hypo zitterte ständig um die Führung, die Steirer wehrten sich mächtig, waren aber dann doch zu fehlerhaft. So folgte nach knapp zwei Stunden und dem zweiten Matchball die große Erleichterung: 25:23, 3:1-Sieg und 3:0-Führung in der Finalserie. Damit könnten die Tiroler sich schon am Samstagabend in Hartberg den Titel wieder sichern.

„Das war eine katastrophale Leistung", haderte Kapitän Niklas Kronthaler dennoch mit sich und den Seinen, sprach von einem „reinen Arbeitssieg" und „großer Erleichterung", dass am Ende doch noch ein 3:1-Erfolg rauskam: „Jetzt können wir locker nach Hartberg fahren, der Druck liegt nun beim Gegner. Auch wenn es zuhause schöner wäre, aber am liebsten wollen wir den Titel jetzt gleich holen.“

Die Hypo-Tirol-Volleyballer Pedro Frances und Niklas Kronthaler stemmten sich am Mittwochabend erneut Hartberg mit Dorde Knezevic entgegen.
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Für TI-Schuh-Staudinger-volley war es hingegen erst der Anfang. Gegen Linz beginnt’s. Einmal mehr. Schon zu Saisonbeginn im Supercup hatten sich TI-Schuh-Staudinger-volley und Linz-Steg ein heißes Duell geliefert (3:2-Sieg). Wie könnte die Saison nach fünf weiteren Spielen gegeneinander (AVL, Europacup, ÖVV-Cup) auch anders zu Ende gehen, als letztlich mit einer best-of-five-Serie der beiden? „Seit Jänner haben wir uns aber nicht mehr gesehen, wir haben schon Entzugserscheinungen“, hatte TI-Kapitänin Martyna Walter noch im Vorfeld gewitzelt.

Ein Anfang ist gemacht

So legten die TI-Damen am Mittwochabend am Fürstenweg mit dem Heimvorteil vor schlussendlich knapp 500 Zuschauern im Rücken auch los – scheinbar unbeeindruckt davon, dass sie heuer Historisches schaffen können und nach Platz drei im Vorjahr sich erstmals den Meistertitel sichern könnten.

Der Block der Steelvolleys Linz (Sophie Maass und Zoe Nunez) vermochte den TI-Volleyballerinnen um Rozalia Hnatyszyn (l.) nicht stand zu halten.
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In Satz eins brauchte es zwar vier Satzbälle, ehe ein sichtlich erleichterndes 26:24 von der Anzeigetafel leuchtete. Im zweiten Durchgang agierten die Innsbruckerinnen aber entschlossener und fuhren ein 25:19 ein, ehe mit einem 25:21 nach knapp 90 Minuten ein 3:0-Sieg und so auch die 1:0-Führung in der Finalserie besiegelt war.

Noch auf dem Feld zeigten die TI-Damen ihren gewohnten Siegesreigen, allerdings deutlich verhaltener als etwa zu Saisonbeginn im Supercup oder auch im ÖVV-Cup¬halbfinale gegen Linz. Noch ist gegen den Titelverteidiger jetzt auch nichts gewonnen. „Es war schwerer, als es ausgesehen haben mag. Ein erster Schritt ist gemacht, aber wir haben weniger kompromisslos gespielt, als es in einer Finalserie notwendig ist“, gab sich Trainer Roe Hernandez nicht restlos zufrieden mit dem 3:0-Erfolg.

Was Besseres als ein klares 3:0 kann uns nicht passieren. Das beschäftigt Linz jetzt und der Abstand zum nächsten Spiel ist kurz.
TI-Manager Michael Falkner

TI-Manager Michael Falkner lobte indes, besser könne man nicht in eine Finalserie starten, vor allem weil das Linz jetzt zu denken gebe: „Und der Abstand bis zum nächsten Spiel ist kurz, das könnte vielleicht schlussendlich den Ausschlag geben, aber warten wir ab.“ Zumindest bis zum Sonntag, dem zweiten Finale in Linz. Läuft es aber weiter so wie am Mittwochabend, könnte kommenden Dienstag schon wieder richtig gejubelt werden – wie zu Saisonbeginn.