Frühjahrskongress des Reiseverbandes: KI wird Marketing im Tourismus verändern
Auf dem Frühjahrskongress des Österreichischen Reiseverbandes wurde über die Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Tourismus diskutiert.
Innsbruck – Vom 25. bis zum 26 April fand in Innsbruck der 63. Frühjahrskongress des Österreichischen Reiseverbands (ÖRV) statt. Dieser vertritt ein Marktvolumen von knapp 80 Prozent der Reisebüro- und Veranstalterbranche in Österreich, mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Mrd. Euro.
Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler betonte bei der Eröffnung des Kongresses vor allem den Stellenwert der Reisebürobranche. „Aufgrund der oftmals herausfordernden Reisesituationen sind sie, nach den Veränderungen durch Buchungsplattformen & Co., heute mehr denn je zu einem der wichtigsten Partner für Reisende geworden“, so Kraus-Winkler. Aber auch KI und Digitalisierung würden die Branche verändern und große Herausforderungen mit sich bringen, so die Tourismus-Staatssekretärin. Immer wichtiger – für alle Player in der Branche – würde dabei auch das Sammeln und Vernetzen von Daten, so der Tenor auf dem Kongress.
„Bei digitalen Tools und Buchungssystemen sind wir gut aufgestellt. Beim Sammeln von Bewegungsdaten und Besucherstromlenkung sind wir gut unterwegs, aber das braucht Zeit“, so Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (siehe Interview rechts). Die Marketing-Expertin Anne-Liese Prem sieht zudem zwei wichtige Trends: Zum einen werde „Gaming“ im Marketing immer wichtiger und zum anderen werde Künstliche Intelligenz zum zentralen Tool, sowohl in der Werbung als auch bei der Betreuung bzw. Begleitung der Gäste. „Wir gehen davon aus, dass die Nutzung von Virtual Reality für den Tourismus ein Wachstumspotenzial von 1500 Mrd. Euro hat“, so Prem.
Ein Thema auf dem Kongress war auch der Arbeitskräftemangel im Tourismus und mit welchen Strategien man diesem Problem begegnen könnte. So meinte Steharnig-Staudinger: „Nachhaltigkeit ist unter anderem auch im Sinne von Mitarbeiter-Branding enorm wichtig. Das Thema wird bei der Suche nach Mitarbeitern ein zunehmender Wettbewerbsfaktor.“ Zudem würden immer mehr Stakeholder, aber auch Gäste nach ESG-Daten (Regelwerk zur Bewertung der nachhaltigen und ethischen Praxis von Unternehmen) fragen.
Grundsätzlich zeigte man sich auf dem Kongress für heuer sehr optimistisch. So liege der Eingang langfristiger Buchungen für 2024 bereits über den Erwartungen.
„Es geht um die Gelassenheit“
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