Großeinsatz der Polizei

Bombendrohung in Linzer Schule: Schüler mussten Matura abbrechen

Eine Bombendrohung am Mittwoch in einer Linzer Schule hatt einen Großeinsatz der Polizei zu Folge. Über 370 Personen mussten aus dem Gebäude evakuiert werden. Einige Schüler mussten die gerade stattfindende Matura abbrechen.

Linz – Mittwochvormittag hat es in einer Schule in der Linzer Innenstadt eine Bombendrohung gegeben. Die Drohung erreichte die Exekutive per E-Mail. "Binnen acht Minuten war das Schulgebäude evakuiert", sagte Polizeisprecherin Barbara Riedl der APA. 377 Personen wurden zuerst in einen Park gebracht und anschließend mit Bussen in eine andere Schule, wo sie versorgt wurden.

Das komplexe Schulgebäude wurde am frühen Nachmittag noch durchsucht, mit Polizeihunden und dem Entschärfungsdienst. Die Exekutive war mit einem Großaufgebot und Spezialkräften im Einsatz. Den genauen Inhalt der Bombendrohung und weitere Informationen gab die Polizei vorerst nicht bekannt. Es werde in alle Richtungen ermittelt, hieß es lediglich. Man könne auch nicht sagen, wie lange der Einsatz noch dauern werde, er werde wohl aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so die Polizei am Nachmittag.

Die Schüler des Gymnasiums wurden nach der Evakuierung in eine andere Schule gebracht und von dort nach und nach von den Eltern abgeholt, hieß es bei der Bildungsdirektion. Von den jugendlichen Schülerinnen und Schülern hätte heute niemand eine Maturaprüfung geschrieben - am Programm stehen am Mittwoch Spanisch, Kroatisch und Ungarisch, dafür gab es in dem Gymnasium keine Anmeldungen. Sehr wohl betroffen waren allerdings vier Abendschüler, die in einem dieser Fächer maturieren wollen. Ihre Reifeprüfungen wurden abgebrochen, sie müssen zu einem Ersatztermin noch einmal antreten. (TT.com)