Fiel über Böschung

Angebliche Tat erfunden: Betrunkener gab an, in Kufstein verprügelt worden zu sein

Nachdem ein stark alkoholisierter 22-Jähriger im Mai scheinbar über eine Böschung in Kufstein gestoßen und dabei verletzt worden war, suchte die Polizei anhand der Beschreibung des Opfers nach den mutmaßlichen Tätern. Nun stellte sich heraus, dass der Deutsche den Vorfall nur erfunden hat.

Kufstein – Ein „ungeklärtes Sturzgeschehen“ hatte die Polizei in Kufstein seit 17. Mai diesen Jahres beschäftigt. Zwischen 21 und 21.30 Uhr war es damals im Bereich der Innbrücke bei der Raiffeisenstraße 1 zum Vorfall gekommen: Ein stark alkoholisierter 22-jähriger Mann aus Deutschland gab an, von einer vier- bis fünfköpfigen Gruppe angesprochen, körperlich attackiert und von zwei Männern über das Brückengeländer in die rund sieben Meter abfallende Böschung gestoßen worden zu sein.

Dort blieb der 22-Jährige ohnmächtig liegen und verletzte sich dabei so schwer, dass er anschließend stationär im Bezirkskrankenhaus Kufstein aufgenommen werden musste. Im Zuge der Anzeige suchte die Polizei nach den mutmaßlichen Tätern, die zwischen 19 und 23 Jahre als gewesen sein sollen.

Angaben waren nicht richtig

Knapp zwei Monate später, nach dem Abschluss umfangreicher Ermittlungen, Spurenauswertungen und Befragungen, kamen die Beamten der PI Kufstein und des Landeskriminalamtes schließlich zu dem Ergebnis, dass der Deutsche den Vorfall nur erfunden habe.

Dies gab der 22-Jährige im Laufe der Ermittlungen selbst zu. Er wird wegen dem Verdacht der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung an die Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. (TT.com)

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