Mittelschule Kematen bekommt MINT-Lab: „Hier dürfen Schüler Fehler machen“
Die MS Kematen ist Vorreiter für MINT-Unterricht in Tirol. „Die Schülerinnen und Schüler dürfen dabei Fehler machen. Denn auch das gehört zur Forschung.“
Kematen – „Da kommen Erinnerungen an die eigene Schulzeit hoch. Nur dass wir damals ganz selten in den Physiksaal durften, um Experimente zu sehen.“ Dabei, so sagt Tirols Bildungslandesrätin Cornelia Hagele, hätte sie das sehr interessiert. In der Mittelschule (MS) Kematen können SchülerInnnen dagegen viel ausprobieren. Sie ist eine von fünf Pilotschulen in Tirol, in denen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) im Fokus stehen. Das bedeutet: mehr Unterrichtsstunden für diese Fächer und ein eigenes Fach.
„Im MINT-Unterricht geht es lebhafter zu, weil viele neue Dinge passieren“, sagt Thomas Flatscher, MINT-Koordinator der Schule. „Die Schülerinnen und Schüler dürfen dabei Fehler machen. Denn auch das gehört zur Forschung.“
470.000 Euro vom Land für MINT-Projekte
Mit dem kommenden Schuljahr bekommt die MS Kematen ein eigenes MINT-Labor. „Das steht dann auch anderen Schulen zur Verfügung.“ Neben der MINT-Bildungsregion Innsbruck-Land West werden auch in Imst, Kitzbühel, Landeck, Kufstein, Osttirol und Schwaz an Tiroler Schulen und Kinderbildungseinrichtungen MINT-Projekte gefördert. Dafür werden heuer zusätzlich 470.000 Euro investiert.
„In den Projekten können sich die Schülerinnen und Schüler ausprobieren, ihre Talente entdecken und später einen Beruf finden, dem sie mit Begeisterung nachgehen“, sagt Landeshauptmann Anton Mattle. „MINT ist auch eine Zukunftsaktie für die Tiroler Wirtschaft.“ (smo)