Debatte über Fernpass-Paket

TT-Forum diskutiert über Tunnels, Maut und Tonnagelimit am Fernpass

Insbesondere der Urlauberverkehr quetscht sich über den Fernpass. Dieser ist auch wichtiger Zubringer für den Oberländer Tourismus.
© Böhm

Am heutigen Dienstag wird im Gemeindesaal Nassereith über das Fernpass-Paket des Landes mit LH Anton Mattle, LR René Zumtobel, BM Herbert Kröll und Ludwig Gruber von der Bürgerinitiative Gurgltal diskutiert.

Nassereith – Der uralte Verkehrsweg Fernpass verbindet die Bezirke Reutte und Imst. Und dennoch scheidet er die Geister, seit das Land Tirol im Jänner das Fernpass-Paket vorgestellt hat. Denn das 500-Millionen-Euro-Paket beinhaltet nicht nur den Bau des Fernpasstunnels und der zweiten Lermooser Röhre sowie eine künftige Durchzugsmaut, sondern schürt bei den Kritikern die Angst vor einer neuen Transitroute. Darüber wird heute Abend um 19.30 Uhr im Nassereither Gemeindesaal diskutiert. Es geht um die Frage, ob die Maßnahmen eine „Entlastung für die Anrainer oder noch mehr Verkehr“ bringen.

Das Fernpass-Paket ist Ausfluss der vor Jahren gestarteten Fernpass-Strategie. An Spitzentagen queren bis zu 30.000 Fahrzeuge den Alpenpass: Die A7, Deutschlands längste Autobahn, mündet bei Füssen in den Grenztunnel. Von dort quält sich der Urlauberverkehr durch das Außerfern, über den Fernpass und von dort weiter durch das Gurgltal bzw. über das Mieminger Plateau. Es sind nur noch zwei Orte, die ohne eine Umfahrung leben müssen: Tarrenz und Obsteig. Entlang der gesamten Strecke stöhnt aber die Bevölkerung unter den Belastungen.

Tunnel als Herzstück

Das Land setzt nun einerseits auf Dosierampeln, Abfahrverbote und Anzeigetafeln sowie andere bauliche Maßnahmen. Andererseits sind die Herzstücke aber nun der geplante Fernpasstunnel und eine zweite Röhre für den Lermooser Tunnel, der 1984 errichtet wurde und sicherheitstechnisch am Ende ist. Der Fernpasstunnel soll zum einen Sicherheit über den Fernpass bringen, zum anderen aber auch Mauteinnahmen ermöglichen. Denn allein die beiden Tunnels, die das Land finanzieren muss (es handelt sich um eine Landesstraße), samt den anderen baulichen Maßnahmen kosten an die 500 Millionen Euro. Schon vor der Einführung der Maut wird es die Außerfernförderung geben.

7,5 Tonnen müssen halten

Wichtig ist dem Land vor allem der Erhalt des 7,5-Tonnen-Limits. Ausnahmen gibt es für den Ziel- und Quellverkehr. „Keine neue Transitroute“, betont man seitens des Landes und verweist auf drei juristische Gutachten. All das wird von der BI Gurgltal, die zuletzt viele Unterschriften gesammelt hat, bezweifelt. Zuletzt stellte das Transitforum einen 10-Punkte-Gegenplan vor. Der Fernpass ist ein emotionales Thema.

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TT-Forum am Dienstag

Entlastung oder Belastung? Befragung zu Tunnel und Maut erst ab Ende Juli möglich

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