FPÖ und NEOS sehen bei flächendeckender Kinderbetreuung in Tirol: „Luft nach oben“
Die FPÖ mokiert sich über den koalitionären Jubel der schwarz-roten Landesregierung über das Erreichen des „Barcelona-Ziels“ in der Betreuung der 0- bis Zweijährigen, die TT berichtete. „Es hapert noch gravierend bei den Öffnungszeiten der Kindergärten in den Sommerferien“, kritisiert FP-Landtagsabgeordnete Gudrun Kofler. Eine bedarfsorientierte Betreuung müsse auch die Wahlfreiheit der Eltern im Auge behalten, warnt Kofler: „Diese sollte nicht nur von finanziellen Aspekten abhängig sein.“
Auch die NEOS sehen auf die VP-SP-Koalition noch einen „weiten Weg“ hin zu einer flächendeckenden Kinderbetreuung zukommen, wie Landtagsabgeordnete Birgit Obermüller sagt: „Für Jubelstürme ist es noch zu früh. Das Herunterfahren des Ferienbetreuungsangebots im Vergleich zum vergangenen Jahr stößt viele Familien vor den Kopf.“ Zudem seien in Innsbruck „nicht einmal ausreichend Kindergartenplätze vorhanden“.
Indes betitelt SP-Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung als „Gamechanger“. Dieser wird mit Herbst erstmals in Pilotregionen gestartet. (mami)