Land beschloss neue Richtlinien für Hilfen nach Elementarschäden
Die Landesregierung will die Abwicklung beschleunigen und verspricht Transparenz.
Innsbruck – Die schwarz-rote Tiroler Landesregierung hat neue Richtlinien für Entschädigungszahlungen nach Elementarschäden beschlossen. Hilfen sollen dadurch rascher fließen, teilte das Land Tirol am Sonntag mit. Erreicht werden soll das, indem private Schäden bis 100.000 Euro künftig auf Verwaltungsebene von der zuständigen Geschäftsstelle abgearbeitet werden. Die bisher nötige Einzelfallbeurteilung durch eine Kommission entfalle, hieß es.
Bisher seien Schadensfälle und mögliche Beihilfen stets im Einzelfall von einer Kommission - bestehend aus Vertretern des Landes, der Landwirtschaftskammer, der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer und der Finanzlandesdirektion - beurteilt worden. Die neue Richtlinie sollten nun eine "Vereinfachung" schaffen, indem detaillierte Bestimmungen unter anderem über die Förderungsvoraussetzungen, mögliche Förderungswerber und die Abwicklungsmodalitäten festgelegt wurden. Auch werde Transparenz garantiert.
"Mit den neuen Richtlinien können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle nun selbstständig Anträge unverzüglich abarbeiten und sparen damit enorm Zeit. Konkret heißt das: Betroffene erhalten das Geld, um Schäden zu reparieren, schneller", wurde Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) zitiert. Die Entschädigungen werden aus dem Krisen- und Katastrophenfonds des Landes ausbezahlt. (TT.com, APA)