1350 Teilnehmer brachten den 39. Innsbrucker Stadtlauf zum Beben
Innsbruck – „Die Anmeldungen erreichen Vor-Corona-Niveau“, erzählte gestern Dieter Hofmann, während er lächelnd das Treiben vor dem Landestheater beobachtete. Auf der einen Seite die Bewegungsstationen, auf der anderen der Kinderlauf. 250 Nachwuchssportler waren diesmal im Einsatz – ein wenig trübte diese Zahl allerdings die Stimmung des Organisationsleiters der Innsbrucker Turnerschaft. „Diese Zahl stagniert, aber dem liegt wohl die gesellschaftliche Entwicklung zugrunde.“ Während sich früher ganze Schulklassen anmeldeten, scheint dieser Boom abgeebbt zu sein. „Da sind wir am Kämpfen.“ Mit verschiedenen Wertungen (gleichmäßigste oder schnellste Runde, längster Lauf) soll ein Anreiz geschaffen werden.
Die Geschichte des Laufs gestern war schnell erzählt: Den Hauptlauf (9,2 km) der Herren gewann nach 28:50 Minuten der Vorjahreszweite Lars Demuth, ein in Innsbruck studierender Niederösterreicher. Und bei den Damen setzte sich mit Kirsten De Baey-Ruszin eine Rosenheimerin durch (32:57 Min.).
„Bestenlistentauglich“ waren die Zeiten mangels offizieller Vermessung nicht, aber das würde auch nur bedingt den Vorstellungen des Veranstaltungsteams entsprechen. „Mit diesem Profil werden wir weiterarbeiten“, hielt Hofmann fest. Auch kommendes Jahr (geplant: drittes Mai-Wochenende) will man am Konzept „Volkslauf durch die Stadt“ festhalten. Auch dann wird es wohl nur Hobbyläufer und ambitionierte Amateure reizen, vor der malerischen Altstadtkulisse zu laufen.
„Viel Startgeld werden wir nie fordern“, hält Hofmann fest. Und im Gegenzug würde man auch keine vierstelligen Preisgelder auszahlen, wie das andernorts der Fall ist. Der Sieger (männlich wie weiblich) erhielt gestern 250 Euro, der Zweitplatzierte 150, der Drittplatzierte 100. Keine Summe, für die man aus großer Distanz eine Anreise in Angriff nehmen würde. Dieter Hofmanns Credo: „Wir wollen ein Lauf bleiben, bei dem sich auch Tiroler beweisen und vielleicht sogar gewinnen können.“
39. Innsbrucker Stadtlauf
10 km: Herren: 1. Lars Demuth (1. SVG Hohe Wand) 28:50,2 Std., 2. Collin van Almkerk (LS Innsbruck) 29:12,9, 3. Jakob Stenzel (GER) 29:46,3, 4. Hannes Rungger (ITA) 29:49,8, 5. Georg Premstaller (ITA) 29:57,3.
Damen: 1. Kirsten De Baey-Ruszin (GER) 32:57,8, 2. Tanja Crinzi (ITA) 34:09,0, 3. Maike Drieb-Schön (GER) 34:13,3, 4. Lara Zingerle (ITA) 35:47,6, 5. Debora Brodbeck (GER) 36:27,2.
5,1 km: Herren: 1. Romain Belfy de Haro (ATSV Innsbruck) 16:02,1, 2. Bernat Tristany Nogués (AUT) 17:11,0, 3. Pascal Kampel (AUT) 18:05,2, 4. Alexander Ruttinger (DNA Trails) 18:11,8, 5. Marvin Scheit (GER) 18:30,2.
Damen: 1. Lea Höller (SC Leutasch) 18:27,5, 2. Hannah Lamm (GER) 19:41,9, 3. Malena Wätzel (TI) 20:52, 4. Hannah Egger (ITA) 21:02,0, 5. Nina Holzknecht (TS Innsbruck) 21:36,8.