Maßnahmenkatalog

Forderungen der Jugend präsentiert: ÖGB will Leben leichter machen

ÖGB-Funktionäre Philip Wohlgemuth, Sandra Hofer und Herbert Frank (v.l.) legen einen Maßnahmenkatalog für Jugendliche vor.
© Parth

ÖGB lässt mit Forderungskatalog aufhorchen, der das Leben Jugendlicher einfacher machen soll.

Imst – Die ÖGB-Spitze rund um den Tiroler ÖGB-Vorsitzenden, Philip Wohlgemuth, fand sich gestern in Imst zur Regionalkonferenz ein. Hier präsentierten Regionsvorsitzender fürs Tiroler Oberland, Herbert Frank, und die Tiroler ÖGB Jugendsekretärin, Sandra Hofer, Teile eines Jugend-Positionspapiers.

Katalog von Jugendlichen für Jugendliche

An der Erstellung des „Forderungskatalogs Jugend“ hätte eine Hundertschaft Jugendlicher mitgearbeitet, zeigten sich die Gewerkschaftsverteter stolz. „Unsere Jugendvertrauensräte aus etlichen verschiedenen Berufs- und Bildungssparten befragten Berufsschüler und Lehrlinge vom Maurer bis zum Spediteur. Frauen und Männer gleichermaßen“, unterstrich Jugendsekratärin Hofer.

Kritisiert werden u.a. die mangelnden Angebote für Nightliner aber auch das flächendeckende Angebot von Schulsozialarbeitern und -psychologen in Tirol. „Während die Zentralräume und die Inntalfurche durch Zugverbindungen gut erschlossen sind, kommt man aus den Seitentälern maximal bis zum Veranstaltungsort, aber spät Abends nicht mehr nachhause“, zeigt etwa Herbert Frank auf. Seinerzeit musste ein älterer Arbeitskollege gefunden werden, der dann nüchtern blieb und für die Mitfahrenden den Chauffeur spielte. „Gemeinden und das Land müssten auf Jugendliche zugehen, um erschwingliche, bedarfsorientierte Angebote zu schaffen“, so Frank.

Saisonale Jugendtickets gefordert

Auch seinen Freizeitaktivitäten vielfach für Jugendliche unerschwinglich. Es gebe bereits löbliche, vergünstigte Familienfreizeittickets, doch speziell für Jugendliche zwischen 14 und 25 würden derartige Vergünstigungen fehlen. „Der ÖGB wird den Forderungskatalog der Politik sowie den Sozialpartnern in den kommenden Wochen vorstellen“, verspricht indes Wohlgemuth. Man zeige durch diese Positionspapiere nicht nur Probleme, sondern auch Lösungsvorschläge und konkrete Maßnahmen auf, um „das Leben von Jugendlichen zu verbessern“.