Dreistufiger Plan

Mögliche Waffenruhe im Gazastreifen rückt näher: Hamas wollen UNO-Resolution akzeptieren

Ob durch die UNO-Resolution der erhoffte Frieden in Gaza kommt, ist noch fraglich.
© OMAR AL-QATTAA

Die radikalislamische Terrormiliz Hamas ist eigenen Angaben zufolge bereit die in der Nacht auf Dienstag verabschiedete UNO-Resolution zur Waffenruhe in Gaza anzunehmen. Gleichzeitig nahmen sie die USA in die Pflicht. Diese müssten sicherstellen, dass sich Israel an die Vereinbarung hält.

Kairo – Die Hamas ist nach eigenen Angaben bereit, die UNO-Resolution für eine Waffenruhe im Gazastreifen anzunehmen und über Einzelheiten zu verhandeln. Das sagte Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Hamas akzeptiere den Plan für eine Waffenruhe, einen Abzug israelischer Truppen und den Austausch von Geiseln gegen palästinensische Häftlinge in Israel.

Dann sei es an den USA, sicherzustellen, dass sich Israel an die Vereinbarung halte. Die Regierung in Washington stehe vor einer echten Bewährungsprobe, Israel „zur sofortigen Beendigung des Krieges zu zwingen und damit die Resolution des UN-Sicherheitsrates umzusetzen“, so der Hamas-Vertreter.

Waffenruhe als Drei-Stufen-Plan

Die Resolution beinhaltet jenen dreistufigen Plan für einen Waffenruhe, den US-Präsident Joe Biden am 31. Mai vorgestellt und als israelische Initiative bezeichnet hatte. In dem Text ist festgehalten, dass Israel den Plan bereits akzeptiert hat. Israel und die Hamas werden aufgefordert, die Bedingungen „unverzüglich und bedingungslos“ umzusetzen.

US-Außenminister Antony Blinken erklärte, er sehe Zeichen der Hoffnung bei der Hamas in Hinblick auf die UN-Resolution. Es liege an der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation, ob sie mit dem Vorschlag von US-Präsident Biden weitermachen wolle, sagte Blinken, der sich derzeit wieder im Nahen Osten aufhält, um eine Waffenruhe zu erreichen und eine Eskalation des Konflikts zu verhindern. (APA)