Kommentar
Wenn die urbane ÖVP am Fernpass stecken bleibt
Innsbruck und die Europawahl sind eine toxische Mischung für die Tiroler Volkspartei. Zum einen manövrierte sie sich selbst verschuldet, überheblich und letztlich ohne politischen Instinkt in die krachende Niederlage in der Landeshauptstadt, bei der EU-Wahl verlor sie im Sog der generellen ÖVP-Schwäche im Bund. Weniger als 30 Prozent hatte sie tirolweit allerdings noch nie. Der stimmenmäßige Leistungsabfall im städtischen und urbanen Bereich ist offensichtlich. Ob der neue Parteimanager Florian Klotz dies ausmerzen kann, darf deshalb keine Frage, sondern muss aus Sicht der ÖVP die Antwort sein.