KritikerInnen warnen vor Idee

Regeländerung auf X: Musk schränkt Transparenz bei Likes ein

Wer welche Beiträge auf X liked, soll in Zukunft nicht mehr für alle sichtbar sein.
© KIRILL KUDRYAVTSEV

Wem gefällt was auf X (ehemals Twitter)? Diese Frage wird ab nun nicht mehr so leicht zu beantworten sein. Künftig soll nicht mehr öffentlich erkennbar sein, wer welche Posts mit „Gefällt mir“ markiert. X-Chef Musk sieht dahinter einen verstärkten Schutz der Privatsphäre, KritikerInnen erkennen dahinter einen schlechteren Schutz vor automatisierten Bots.

San Francisco – Bei Elon Musks Online-Plattform X (ehemals Twitter) wird künftig nicht mehr öffentlich zu sehen sein, wer welchen Beitrag mit einem "Like" versehen hat. Nur noch die AutorIn eines Posts bei X werde weiterhin angezeigt, welchen NutzerInnen er gefiel, kündigte der Nachfolgedienst von Twitter am Dienstag an. Zudem werde man als NutzerIn weiterhin die eigenen "Likes" sehen können. X begründete die Änderung mit einem besseren Schutz der Privatsphäre.

Regeländerung erlaubt nun auch Erotik-Inhalte

Der von Tech-Milliardär Musk für rund 44 Milliarden Dollar (aktuell rund 41 Mrd. Euro) gekaufte Dienst hatte vergangene Woche mit einer Regeländerung pornografische Inhalte und Nacktheit offiziell auf der Plattform erlaubt.

Bei Twitter waren "Likes " grundsätzlich offen sichtbar. Das hatte auch schon einige Nutzer in Bedrängnis gebracht, wenn sie das Herz-Symbol unter problematischen oder unangebrachten Tweets anklickten. Zugleich wurde die Funktion oft auch einfach nur als Lesezeichen verwendet. Einige Nutzer kritisierten nach der Ankündigung, weniger Transparenz bei den " Likes " könne verschleiern, wenn automatisierte Bots versuchen sollten, Beiträge auf der Plattform prominenter sichtbar zu machen. (APA)

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