Tierschützer sind besorgt

Der Luchs lebt in der Natur vielleicht nicht mehr lange

Besonderes Kennzeichen: der Luchs ist berühmt für seinen schönen Pinselohren.
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Vor zehn Jahren wurde der ausgerottete Luchs in Österreich wieder angesiedelt. Jetzt fürchten Tierschützer, dass sich die frei lebenden Tiere nicht weiter vermehren.

Eigentlich war der Luchs in Österreich schon rund um das Jahr 1900 ausgerottet. „Er wurde so stark bejagt“, erklärt Corina Lang vom Alpenzoo. „Und später wurde auch der Lebensraum durch die Zersiedelung immer kleiner.“ Aber in der Schweiz wurde er ab den 1970er-Jahren wieder ausgewildert. Das heißt, die Menschen haben ihn wieder neu angesiedelt und das hat auch gut funktioniert. Später hat man das auch in Österreich gemacht.

Derzeit gibt es in Österreich zwei in der Natur lebende Luchs-Gruppen (Experten sagen dazu „Luchs-Populationen“). Eine lebt an der Grenze zu Bayern und Tschechien und eine Gruppe in den nördlichen Kalkalpen in Niederösterreich. Doch leider wächst die Population nicht und derzeit kommen keine Jungen mehr auf die Welt. Damit ist der Luchs bei uns in Österreich vor dem Aussterben gefährdet.

📽️ Video | Luchs-Nachwuchs im Alpenzoo (F. Schmidt)

Der Luchs ist in Österreich übrigens streng geschützt und darf nicht gejagt werden. Leider halten sich nicht alle daran. Es gibt immer wieder Wilderer, die versuchen einen Luchs zu schießen. Zum Glück sind die Katzen sehr scheu.

Die Luchse im Alpenzoo sind bei den Besuchern sehr beliebt.
© Fritz Schmidt, Alpenzoo

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