Bei Springreitturnier in Polen

Tiroler Olympia-Hoffnung brach sich sechs Wochen vor Olympia die Hand

© STEFANO GRASSO

Sopot – Exakt sechs Wochen vor Eröffnung der Olympischen Sommerspiele von Paris hat sich Österreichs Springreit-Hoffnung Max Kühner am Freitag einen Handbruch zugezogen. Passiert ist es beim CSI4*-Nationenpreis in Sopot in Polen während eines Rittes. "Ich habe mein Pferd unterstützt, etwas mehr als normal. Dann ist es leider passiert", erklärte der Weltranglistenfünfte. Nach Zwischenrang vier musste Kühner auf den zweiten Umlauf verzichten, nächste Station ist der Operationssaal.

"Dass Max Kühner sich so knapp vor den Olympischen Spielen verletzt hat, ist natürlich ein Schlag für das gesamte Team Austria", wurde Österreichs Equipe-Chefin Angelika May in einer Verbandsaussendung zitiert. "Aber wenn einer ein Blitz-Comeback schafft, dann ist das Max." Der will das Seine dazu beitragen. "Es ist extrem bitter, aber ich muss die Situation jetzt so annehmen, wie sie ist. Ich werde mich schnellstmöglich operieren lassen und verspreche, dass ich sehr schnell wieder auf dem Pferd sitzen werde."

Die Niederlande (3 Fehlerpunkte) gewann vor Dänemark (4) und Deutschland. Österreichs Equipe (15) landete hinter Großbritannien und Saudi-Arabien (jeweils 10). Christoph Obernauer (Kleons Renegade) blieb fehlerfrei, Katharina Rhomberg (Cuma) verzeichnete auf dem 1,55-m-Parcours vier und Alessandra Reich (Oeli R) neun Fehlerpunkte. Kühner (EIC Up Too Jacco Blue) hatte im ersten Umlauf acht Fehlerpunkte akzeptieren müssen. Mays Resümee über das Sportliche: "Wir haben unsere Sache sehr gut gemacht und waren erneut sehr knapp an den Top Drei dran."

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