Kanzler im „Ö1“-Interview

Nehammer: Wohnbauoffensive und klare Absage an Kickl

Mit der angekündigten Wohnbauoffensive sollen 20.000 neue Wohnungen gebaut werden.
© APA/Schneider

Wien – Nach der EU-Wahl ist vor der Nationalratswahl: Bundeskanzler Karl Nehammer erklärte gestern in der Ö1-Interviewreihe „Im Journal zu Gast“, dass seine Volkspartei die Botschaft verstanden habe. Die Wähler seien verunsichert. „Als Bundeskanzler muss ich noch stärker zeigen, dass wir die Ängste der Menschen ernst nehmen, dass wir die Probleme lösen und nicht von ihnen leben.“

Die Arbeit der Bundesregierung müsse bis zum Schluss umgesetzt werden, etwa in Sachen Wohnbauoffensive. Mit der Wohnbauoffensive sollen 20.000 Wohnungen neu gebaut und 5000 Wohnungen saniert werden. Nachschärfen wollen der Kanzler und seine ÖVP in Sachen Asylpolitik. Er setze sich für Asylverfahren in sicheren Drittstaaten ein und wolle den Familiennachzug stärker kontrollieren. Personalrochaden vor der Wahl schloss der Kanzler aus. Der Wahlkampf sei „in der Opposition und nicht in der Regierung ausgebrochen“.

Nehammer zeigte sich offen für eine Koalition mit den Freiheitlichen, allerdings nicht – wie bereits des Öfteren betont – unter FPÖ-Chef Herbert Kickl. Mit Kickl sei „kein Staat zu machen“. Er wolle die Gesellschaft nicht noch weiter spalten, er wolle mit radikalisierten Personen keine Regierung bilden, erklärte der Kanzler, der bei der Nationalratswahl als Erster über die Ziellinie gehen will. (TT)

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