Aufrüstung mit KI

Smarter und gebührenpflichtig: So viel soll Amazons „Alexa“ künftig kosten

Die KI-Integration ist Teil einer Komplettüberarbeitung von Amazons Alexa.
© IMAGO/Rüdiger Wölk

Für Zusatzfunktionen mit KI ist eine monatliche Gebühr angedacht. Die Überarbeitung der digitalen Assistentin soll bis August abgeschlossen werden.

Seattle – Amazon will seine digitale Assistentin Alexa Insidern zufolge mit künstlicher Intelligenz (KI) ausrüsten und für diese Zusatzfunktionen künftig Geld verlangen. Angedacht sei eine monatliche Gebühr von etwa 5 Dollar (4,7 Euro), sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Im Gespräch seien zeitweise auch rund 10 Dollar gewesen. Eine Verknüpfung mit der Prime-Mitgliedschaft sei nicht vorgesehen. Bis dato schreibt der Onlinehändler mit Alexa rote Zahlen.

Großer Erfolgsdruck

Die KI-Integration sei Teil einer Komplettüberarbeitung der 2014 eingeführten Assistentin. Die verbesserte Version heiße „Remarkable Alexa". Firmenchef Andy Jassy überwache persönlich das Projekt. Er hatte im April in einem Aktionärsschreiben eine „intelligentere und fähigere Alexa" versprochen, ohne Details zu nennen. Das Unternehmen dränge die Beschäftigten dazu, die Überarbeitung bis August abzuschließen.

„Wir haben generative KI bereits in verschiedene Komponenten von Alexa integriert und arbeiten hart an der Umsetzung im großen Maßstab", sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Weltweit seien eine halbe Milliarde Alexa-fähige Geräte im Einsatz. Der Erfolgsdruck ist groß, nachdem Apple vor einigen Wochen KI-Funktionen für die Alexa-Konkurrentin „Siri" vorgestellt hatte.

Zum Artikel

undefined

Keynote auf WWDC

Apple bringt Computer-Brille Vision Pro in weitere Märkte, KI-Funktionen aufs iPhone

Zweifel an Zahllaune der Kunden

Die bisherige kostenlose Amazon-Assistentin, intern „Classic Alexa" genannt, kann einfache Sprachbefehle ausführen und einen Wetterbericht vorlesen, Musik abspielen oder smarte Geräte im Haushalt steuern. Amazons Hoffnungen, mit Hilfe dieses Dienstes Kunden zu zusätzlichen Bestellungen zu animieren, haben sich bisher allerdings nicht erfüllt.

Die Insider bezweifelten, dass Kundinnen und Kunden für eine KI-Alexa extra zahlen werden, auch wenn die Assistentin künftig auch komplexe Aufgaben lösen und Unterhaltungen in natürlicher Sprache führen könne. Außerdem müssten die Nutzerinnen und Nutzer einige ihrer smarten Haushaltsgeräte erneuern, um sämtliche der neuen Alexa-Funktionen zu deren Steuerung nutzen zu können. (APA/Reuters)

Verwandte Themen