Kannte Buben vom Dreh

Schauspieler in Wien wegen versuchten Kindesmissbrauchs vor Gericht

Ein Schauspieler aus Wien soll versucht haben, einen 13-Jährigen davon zu überzeugen, per Videochat sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen.

Wien – Die Staatsanwaltschaft Wien hat beim Landesgericht für Strafsachen Anklage gegen einen Schauspieler, Moderator und Sprecher wegen versuchten Missbrauchs von Unmündigen eingebracht. Das teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn am Freitagnachmittag auf APA-Anfrage mit. Der Prozess findet am 12. Juli statt. Der bisher unbescholtene Mann soll als Statist bei einer Großproduktion Kontakt zu mehreren Buben eines Kinderchors gesucht haben, um sexuelle Kontakte anzubahnen.

Während zwei Buben auf die Kontaktversuche nicht reagierten, wirft die Anklage dem Mann vor, einen 13-Jährigen über Instagram sexuell belästigt zu haben. Er wollte den Buben demnach dazu überreden, per Videotelefonie vor laufender Kamera sexuelle Handlungen vorzunehmen, die der Mann angeblich aufzeichnen wollte. Der Betroffene vertraute sich seiner Mutter an, die Anzeige erstattete.

Der Angeklagte war im Ermittlungsverfahren tatsachengeständig. Bei einer Hausdurchsuchung waren zwei Smartphones, ein Laptop, mehrere USB-Sticks und ein Tablet sichergestellt worden. In der Verhandlung geht es nun auch um den Besitz von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial, das bei der Auswertung der Datenträger gefunden wurde. (APA)

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