Gewerkschafter im Interview

Ausbau am Deutschen Eck stockt: Bahngewerkschafter Hebenstreit regt EU-Klage an

„Der Anteil des Schienengüterverkehrs sinkt“, kritisiert Gewerkschafter Hebenstreit.
© TT/Böhm

„Der Güterschienenverkehr stirbt“: Der Chef der Bahngewerkschaft vida Roman Hebenstreit fordert deutlich mehr Geld für die Bahn. Weil die Deutschen zu wenig ins Deutsche Eck investieren, regt er ein EU-Vertragsverletzungsverfahren an.

Wien – Kürzlich haben sich die Verkehrsreferenten der Länder in Tirol getroffen. Gemeinsam haben sie von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) unter anderem „langfristige, attraktive und unbürokratische Förderprogramme“ zur Steigerung des Güterverkehrs auf der Schiene gefordert.

Roman Hebenstreit, Chef der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, begrüßt das. „Vor allem, dass Tirol hier die Führung übernommen hat, ist wichtig, weil das Land enorm vom Transit belastet ist.“ Für Hebenstreit geht das aber nicht weit genug, denn: „Der Schienengüterverkehr stirbt gerade einen langsamen, aber sicheren Tod.“

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