Zunehmende Gewalt an Frauen

Tiroler Rotes Kreuz verzeichnete letztes Jahr über 135.000 Einsätze

Das Rote Kreuz in Tirol zog Bilanz über das Jahr 2023.
© Rotes Kreuz Innsbruck

Mehr als 100 neue KatastrophenhelferInnen gibt es beim Tiroler Roten Kreuz seit 2023. Außerdem wurde zunehmende Gewalt an Frauen und Mädchen registriert.

Innsbruck – Der Rettungsdienst des Tiroler Roten Kreuzes hat im vergangenen Jahr 135.256 Rettungseinsätze verzeichnet. Zudem wurden 188.752 Krankentransporte und 1467 Intensivtransporte durchgeführt, teilte die Organisation in einer Aussendung mit. Die Mitarbeiter der Krisenintervention betreuten insgesamt 2250 Personen nach einem belastenden Ereignis.

Über 100 Mitarbeiter wurden zu Katastrophenhelfern ausgebildet, um bei Krisen und Großschadensereignissen „strukturierte Hilfe“ zu leisten, wurde darüber hinaus Bilanz gezogen. Auch anderweitig war man aktiv: In den beiden Einrichtungen für minderjährig geflüchtete Jugendliche – yovita und yomojo – betreute das Rotkreuz-Team 56 junge Männer. 58 Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern wurden im Krisenzimmer kurzfristig untergebracht, um „zur Ruhe zu kommen“, wie es hieß.

Der Suchdienst im Roten Kreuz habe 30 Fälle bearbeitet und sich dafür eingesetzt, dass Familien, die durch Krieg oder Katastrophen voneinander getrennt wurden, wieder zusammenfinden. Auch „zunehmende Gewalt an Frauen und Mädchen“ registrierte das Tiroler Rote Kreuz. 280 Menschen seien 2023 allein in diesem Bereich beraten worden. (APA)

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