Jede Hilfe kam zu spät

Gleich zwei tödliche Alpinunfälle: Bergsteiger im Ötztal und im Zillertal abgestürzt

Am Donnerstag kam es sowohl in Finkenberg im Zillertal, als auch in Obergurgl im Ötztal zu einem tödlichen Alpinunfall. Für beide Wanderer kam jede Hilfe zu spät.

Finkenberg, Obergurgl – Gleich zweimal musste die Bergrettung am Donnerstag zu tragischen Unfällen ausrücken. Sowohl in Finkenberg im Zillertal, als auch in Obergurgl stürzten Bergsteiger ab. In beiden Fällen konnten Notärzte nur noch den Tod der Männer feststellen.

Ein Wanderer stürzte unterhalb des Ramolhauses oberhalb von Sölden ab.
© IMAGO/imageBROKER/Moritz Wolf

In Obergurgl waren fünf Sektionsmitglieder des Deutschen Alpenvereins im Bereich des Ramolhauses im Gemeindegebiet von Sölden/Obergurgl mit Arbeiten beschäftigt. Dafür wollten die Bergsteiger im Bereich des Wanderweges unterhalb des Ramolhauses, auf einer Seehöhe von rund 2950 Metern, ein Schneefeld überqueren.

Ein Mitglied der Gruppe, ein 65-jähriger deutscher Staatsbürger, kam dabei zu Sturz und rutschte ca. 200 Meter über das Schneefeld ab. Dabei kollidierte er mit mehreren Felsblöcken in der Sturzbahn und kam im Geröll unterhalb zu liegen. Bei dem Sturz erlitt er tödliche Kopfverletzungen. Seine Begleiter setzten sofort einen Notruf ab. Der Notarzt des alarmierten Notarzthubschraubers „Martin 8“ konnte jedoch nur noch den bereits eingetretenen Tod feststellen.

Tödlicher Unfall im Zillertal

Am Donnerstagnachmittag ereilte einen 68-jährigen österreichischen Alpinisten im Gemeindegebiet von Finkenberg im Zillertal ein ähnliches Schicksal. Er war mit zwei befreundeten Wanderern auf dem Weg vom Furtschagelhaus auf den Großen Möseler (3480 Meter). Gegen 10 Uhr erreichten die Bergsteiger den Gipfel über die Westroute.

Die dreiköpfige Wandergruppe war unterwegs zum Großen Möseler.
© IMAGO/imageBROKER/Mara Brandl

Beim Abstieg über den selben Weg rutschte der vorausgehende 68-jährige Österreicher vermutlich auf einer schneebedeckten Steinplatte aus und stürzte ca. 200 Meter über eine Steilrinne zum Schlegeisgletscher (Schlegeiskees) ab. Seine Kameraden setzten einen Notruf ab, stiegen zu ihm ab und leisteten Erste Hilfe. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot geborgen werden. (TT.com)

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Angela Dähling

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