Statue von gebärender Maria

Kopf abgesägt: Unbekannte zerstörten Statue von Tiroler Künstlerin in Linzer Dom

Noch bis 16. Juli sollte das Werk im Mariendom zu sehen sein.
© Ulrich Kehrer

Linz – Eine Statue der gebärenden Maria ist am Montagvormittag im Linzer Mariendom zerstört worden. Das bestätigte ein Sprecher der Diözese Linz. Das Objekt der in Tirol geborenen Künstlerin Esther Strauß sollte nur für drei Wochen gezeigt werden und sei von Anfang an umstritten gewesen, hieß es.

Am 27. Juni wurde die Ausstellung eröffnet, sie sorgte von Beginn an für Diskussionen.
© Ulrich Kehrer

Laut einem Bericht von ORF Radio Oberösterreich wurde der Kopf der Skulptur abgesägt. Derzeit laufen noch die Ermittlungen. Zum Motiv vermutet man, dass jemand seinen Unmut über die Darstellung damit zum Ausdruck bringen und die „Diskussion so umgehen“ wollte, wie es vom Sprecher heißt. Derzeit werde versucht, Kontakt zur Künstlerin aufzunehmen.

Die Figur mit dem Titel „crowning“ solle „die Leerstelle der Geburt Christi aus feministischer Perspektive“ aufgreifen, heißt es auf der Webseite der Diözese. „Vielleicht ist Maria die Frau auf der Welt, von der es am meisten Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen gibt“, wird Esther Strauß zitiert. „Die Geburt, die Millionen von Menschen am 24. Dezember feiern, findet sich auf keinem Gemälde und in keiner Skulptur wieder.“ (APA/TT.com)

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